Fördertechnik

Auf der Überholspur

Zeitersparnis durch Transportband
Geht es um Verpackungstechnik, gibt es ein Unternehmen aus Pfalzgrafenweiler, das bereits seit über 35 Jahren auf diesem Gebiet zuhause ist. Umso erstaunter war der Konstruktionsleiter, als ihm ein Transportmodul angeboten wurde, das die bis dahin erzielten Taktraten deutlich beschleunigen kann.

Seit mehr als 35 Jahren hat das mittelständische Unternehmen Koch Maschinenbau Lösungen für Blister- und Siegelverpackungsmaschinen anzubieten. „Unsere Maschinen sind so konstruiert, dass der Verpackungsvorgang sehr zeitsparend und wirtschaftlich abläuft“, erklärt Konstruktionsleiter Karl Kappler. „Aber bei den Nebenzeiten gab es noch Potenzial. Dies wurde mir klar, als ich den Schnelltakter von AKB in Aktion sah. Denn damit lässt sich ein großer Teil der Zeit einsparen, die das Werkstück sonst auf seinem Weg bis zur Verpackungszelle benötigt. Dieser Engpass wird einfach beseitigt.“

Die Verpackungsspezialisten hatten ein Projekt, in dem der Förderer gleich zum Einsatz kam. In einem Karree aus vier Roboterzellen laufen Werkstückträger auf Transportbändern mit 18 m/min hin und her. Die Scara-Roboter können allerdings erheblich mehr verarbeiten, als sie tatsächlich zugeführt bekommen. Den modularen Schnelltakter integrierten die Projektverantwortlichen kurzerhand in das bestehende Längstransfersystem. Hier indexiert der Apparat die 640 mal 640 Millimeter großen BoschWerkstückträger, übernimmt sie auf sein separat gesteuertes Transportband und führt sie dann mit dreimal höherer Geschwindigkeit der nach geschalteten Roboterzelle zu. „Für den 900 Millimeter langen Weg benötigen die Werkstückträger jetzt nur noch eine und nicht mehr drei Sekunden“, erklärt Konstruktionsleiter Kappler, „dadurch stieg die Gesamtleistung der Verpackungslinie auf schnelle 15 Takte pro Minute.“

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Kostenvorteile

Kleine Ursache, große Wirkung: Zwei Drittel weniger Nebenzeiten und die erhöhte Taktleistung überzeugen auch die Verpackungsspezialisten. Für sie ergab sich damit eine neue Kalkulationsgrundlage. „Natürlich kostet der Einbau des Moduls zusätzlich Geld“, weiß Vertriebsleiter Stefan Bernsau, „doch der Kunde erhält dafür eine weitaus leistungsfähigere Gesamtanlage. So amortisiert sich der Einbau in der Regel schon nach kurzer Zeit.“

Durch den modularen Grundaufbau lässt sich der Beschleuniger zudem einfach an verschiedene Erfordernisse anpassen. „Unser Schnelltakter ist kein Einheitsprodukt, sondern ein standardisiertes, flexibles System, aus dem wir kundenspezifische Lösungen entwickeln“, betont der Geschäftsführer des Automationsspezialisten, Wolfgang Weis. „Zum Beispiel können wir die Länge und Spurweite des Transportbandes auf die individuelle Anlage abstimmen, genauso wie auch den Motortyp und die Motoranordnung. Die Nachrüstung ist deshalb sehr unproblematisch – und gegenüber einer Sonderanfertigung profitiert der Anwender dabei von Kostenvorteilen.“(ma)

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