Konecranes bei Burckhardt Compression
Zwei Krane im Synchronbetrieb
Mit dem ganzheitlichen Konzept der Kran- und Hebetechnik von Konecranes spart Burckhardt Compression Zeit und Kosten. Die Burckhardt Compression expandiert in der Fertigung. Der Weltmarktführer für Kolbenkompressor-Technologie hat eine neue Produktionshalle gebaut und für die dortigen Transportprozesse zusammen mit Konecranes ein Hallenkonzept umgesetzt. Kurze Wege, Krane mit Features wie Tandembetrieb, Frequenzumrichter, verstärkten Stahlträgern und explosionsgeschützten Komponenten sind Bestandteile der Lösung, die Burckhardt Compression große Zeitersparnis bei der Produktion ermöglichen.
Bei Burckhardt Compression wird mit tonnenschwerer Technologie präzise gearbeitet. Das Unternehmen aus dem schweizerischen Winterthur ist Weltmarktführer für Kolbenkompressor-Technologie, -Komponenten und -Service. Für das Technologieunternehmen sind am Hauptsitz und dem weltweiten Servicenetz rund 1.400 Mitarbeiter tätig. Die Nachfrage ist groß und die Auftragszahlen steigen kontinuierlich. Deshalb hat Burckhardt Compression den Produktionsstandort in Winterthur erweitert. Die neugebaute Montagehalle hat eine Fläche von 2.300 Quadratmetern. Nach Analyse der Produktionsschritte wurde für die neue Halle eine Prozessstraße konzipiert. Konecranes hat Burckhardt Compression bei der Planung und Umsetzung des Konzepts beraten und den Anforderungen entsprechend eine ganzheitliche Lösung für Kran- und Hebetechnik umgesetzt.
Kernstück der neuen Halle ist ein mittig verlaufender Transportweg, auf dem Brückenkrane Kompressoren und Komponenten unter anderem zu den seitlich gelegenen Montagestationen befördern. Dort kommen flexible Wandlaufkrane zum Einsatz. Für die integrierte Lackierkabine ist aufgrund der chemischen Dämpfe besonders geschützte Kran- und Hebetechnologie erforderlich.
Prozessstraße für Kompressorenproduktion
Dank der Prozessstraße kann Burckhardt Compression aus Komponenten wie Grundgestellen, Kolben und Kurbelwellen jetzt modernste Kompressoren produktiver herstellen. In der zugehörigen Lackierkabine beschichten Mitarbeiter die entsprechenden Bauteile. Um sowohl Komponenten mit wenigen Tonnen Gewicht als auch die bis zu 80 Tonnen schweren Kompressoren sicher zwischen den einzelnen Stationen zu transportieren, hat Konecranes zwei leistungsstarke Zweiträgerbrückenkrane mit 40 Tonnen Tragkraft, einer Spannweite von 22 Metern und 9,70 Meter Hubhöhe installiert.
„Die zwei Krane fahren im Tandembetrieb absolut synchron“, erklärt Fredy Albisser, Sales Manager bei Konecranes Schweiz. „Ein Bediener genügt, um beide Krane per Fernsteuerung zu führen. Er kann dabei auch die vier LED-Strahler aktivieren, die auf der Kranbrücke installiert sind. Damit ist der Lastentransport deutlich effizienter, sicherer und schneller“, ergänzt Fredy Albisser.
Für höhere Produktivität sorgen auch die eingebauten Frequenzumrichter: Kompressoren und Komponenten lassen sich stufenlos mit Geschwindigkeiten von bis zu 7,50 Meter pro Minute heben. Zusätzlich ermöglicht die geringe Minimalhubgeschwindigkeit von nur 0,1 Meter pro Minute Präzision auch bei sehr schweren Transporten. „Die Träger der beiden Zweiträgerbrückenkrane sind besonders verstärkt und haben eine Durchbiegung von nur einem 1.000stel der Spannweite. Zusammen mit der geringen Minimalhubgeschwindigkeit erleichtert es das zentimetergenaue Positionieren erheblich. So kann verhindert werden, dass sich die Komponenten beim Zusammenfügen verkanten“, sagt Fredy Albisser. Während der Hebeprozesse erhöht eine Hubsynchronisation die Sicherheit: Sie hält die Haken von Haupt- und Hilfshub auf gleicher Höhe und verhindert so Schrägzug.
Explosionsgeschützte Krane in der Lackierung
An den einzelnen Stationen der Prozessstraße manövrieren insgesamt sieben flexible Wandlaufkrane mit jeweils fünf Tonnen Tragkraft die Kompressor-Komponenten. Fünf der Krane haben eine Hubhöhe von 7,20 Metern sowie acht Meter Ausladung, die beiden weiteren Krane bei gleicher Hubhöhe jeweils eine Ausladung von zehn Metern.
„Wir haben auch die Wandlaufkrane an den Stationen mit Frequenzumrichtern ausgerüstet. Damit werden Lastspitzen beim Heben verhindert und die Langlebigkeit der Krane steigt“, erläutert Fredy Albisser. Für weitere Hubvorgänge ist in der Halle ein Kettenzug mit einer Tragfähigkeit von zwei Tonnen und im Außenbereich ein Wandschwenkkran mit zwei Tonnen Tragkraft installiert. In der Lackierkabine kommen neben einem Wandschwenkkran und einem pneumatischen Kettenzug zusätzlich eine Einschienenbahn mit zehn Tonnen Tragkraft, einer Länge von drei Metern und neun Meter Hakenweg zum Einsatz – die komplette Kran- und Hebetechnik ist hier explosionsgeschützt. Die verkapselte Elektronik und der Bronzehaken des Wandschwenkrans verhindern, dass sich die potenziell explosive Atmosphäre der Kabine während des Kranbetriebs entzündet.
Ferndiagnose und vorausschauende Wartung mittels Truconnect Remote Services von Konecranes erhöhen die Verfügbarkeit der Krane und verringern so Ausfallzeiten und Kosten. bw













