Hebezeuge für die Wasserrohrmontage
Acht Tonnen unter die Brücke gewuchtet
Mit Fertigstellung einer Brücke über die im Bau befindliche Autobahn A44 in NRW führt musste ein 45 Meter langes und etwa acht Tonnen schweres Rohr für die städtische Wasserversorgung in Velbert unter der Brücke positioniert werden. Gleich mehrere Unternehmen leisteten gemeinsam echte Präzisionsarbeit bei dieser außergewöhnlichen Hub- und Positionierungsaufgabe.
Nachdem zunächst das Außenrohr mit 50 Zentimetern Durchmesser aus Einzelrohren vor Ort zusammengeschweißt und das eigentliche Versorgungsrohr anschließend hinein geschoben wurde, musste es im Anschluss unter der Brücke positioniert und befestigt werden. Mit zwei großen Autokränen wurde die blaue Röhre zunächst an Drahtseilen parallel zur Brücke platziert. Anschließend war ein perfektes Zusammenspiel verschiedener Hebezeuge und Anschlagmittel sowie Millimeter-Arbeit per Hand gefragt.
Geliefert wurden die benötigten Hebezeuge und Anschlagmittel von Heidkamp Hebezeuge aus Heiligenhaus. Das Sortiment des Unternehmens umfasst Hebezeuge, Hydraulikprodukte, Krantechnik, Lastaufnahmemittel sowie Produkte zur Ladungssicherung.
Ende September war es dann soweit. Unter Federführung der Firma Riedel aus Wuppertal musste die Acht-Tonnen-Röhre Zentimeter für Zentimeter unter die Brücke gezogen werden. Dazu wurden auf der Brückenunterseite im Vorfeld fünf Seilrollenböcke mit Wälzlagerung mittels Befestigungsplatten montiert, welche die Drahtseile der manuell zu bedienenden Greifzüge „TU 32“ umgelenkt haben. Das Stahlseil des Greifzuges hatte dabei eine Stärke von 16 Millimetern bei einer Zugkraft von 32 Kilonewton. Bei gleichzeitiger Absicherung durch die Autokräne wurde das 45 Meter lange Rohr nun an fünf Rundschlingen EN1492-2 angeschlagen und in kleinen Schritten mit den manuell zu bedienenden Greifzügen elf Meter in die Höhe transportiert, bis die Röhre quasi unterhalb des Bürgersteigs der Brücke ihre vorläufige Endposition erreicht hatte.
Umgehend wurde das Rohr mit mehreren vorbereiteten Halterungen gesichert, so dass nach der Sicherung des Rohres die zum Hub benötigten Greifzüge und Rollenböcke demontiert werden konnten. Anschließend wurde die Röhre noch feinjustiert und kann schon bald an das Leitungsnetz der Stadt Velbert angeschlossen, gespült und desinfiziert werden. bw
















