Gliederband-Fördersystem

HaRo optimiert Logistikverfahren bei Gauselmann

Damit wöchentlich rund 800 Geldspiel- und Unterhaltungsgeräte die Lagerhallen am Produktions- und Entwicklungsstandortes Lübbecke zügig verlassen können, hat der Fördertechnikspezialist Haro ein flexibles Gliederband-Fördersystem entwickelt und im neuen Logistikzentrum der adp Gauselmann GmbH montiert. Mit der Anlage wurden laut Haro die Leistung in Lagerung und Auslieferung gesteigert.

Mit seiner flexiblen Gliederband-Fördertechnik beschleunigt Haro den Spielautomaten-Vertrieb im neuen Logistikzentrum von Gauselmann.

Wie kann in einem Logistikzentrum mit einer Nutzfläche von mehr als 21.000 Quadratmetern und damit Platz für 14.000 Europaletten ein zügiger, sicherer und flexibler Warenfluss generieren werden? Vor dieser Aufgabe stand adp Gauselmann, nachdem sie durch einen Neubau in Lübbecke die Logistikprozesse zentralisieren und die Kosten für eine zeit- und arbeitsintensive Bewirtschaftung externer Lager reduzieren wollte. adp Gauselmann stellt die tragende Säule des nationalen Geschäftes der Gauselmann Gruppe dar. Ihr obliegt die Forschung und Entwicklung sowie die Produktion und der Vertrieb moderner Unterhaltungsspielgeräte mit und ohne Geld-Gewinn-Möglichkeit.

Die Antwort präsentierte Haro Anlagen- und Fördertechnik mit einem flexibles Fördertechnikkonzept, das einfach in der Umsetzung ist und problemlos verschiedene Arten von Paletten transportieren kann. Damit die Apparate - pro Jahr sind es rund 50.000 Stück - auf schnellem Wege zunächst zu ihrer Einlagerung und anschließend zu ihrer Auslieferung transportiert werden können, entschied sich der Entwickler und Hersteller von Unterhaltungsspielgeräten in Zusammenarbeit mit den Rüthener Fördertechnikspezialisten für eine Gliederbandförderer-Lösung. Diese kann dank ihrer Flexibilität verschiedene Arten von Palettenausführungen transportieren.
Das von Haro entwickelte rund 160 Meter lange Fördertechniksystem dient als Schnittstelle zum Hauptförderstrang: Die eingesetzten Gliederband-Kettenförderer ermöglichen es, dass die Fertigerzeugnisse die langen internen Logistikwege vom Wareneingang bis zum Wagenausgang zügig passieren. Neben dem automatischen Betrieb kann das Fördergut auch mittels eines Displays, dem Simatec Mobil-Panel von Siemens, gesteuert werden. Die logisch aufgebauten Sicherheitskreise gewährleisten, dass wichtige Prozessschritte von weiter entfernten Not-Aus-Sicherheitskreisen nicht beeinflusst werden: „Wenn ein Sicherheitskreis aktiv ist, können andere Bereiche reibungslos weiterlaufen. Auf diese Weise gerät die Produktion nie ins Stocken“, erläutert Markus Löseke, Produktionsleiter bei Haro.

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Ferndiagnose via VPN

Um Ausfallzeiten zu reduzieren und gleichzeitig eine sichere technische Ferndiagnose bieten zu können, ist die gesamte Fördertechnik via VPN-Verbindung mit Haro verbunden. Dabei verschlüsselt das virtuelle private Netzwerk die Internetverbindung beginnend von der Netzwerkkarte bis hin zu einem VPN-Server. Diese Verschlüsselung findet in Echtzeit statt und soll Mitschnitte beziehungsweise das Abhören der übertragenen Informationen verhindern.

Für den Transportprozess erhält jede Palette eine individuelle Zielzuweisung: die Einlagerung oder der Warenausgang. Paletten, die nicht dem Standardmaß entsprechen, können auf eine interne Palette adaptiert werden. Personenschutzlichtschranken an allen Aufgabepunkten sichern die Zugangsbereiche ab und versetzten die Anlage bei Bedarf in einen betriebssicheren Zustand. Aus der Förderstrecke können zudem Paletten aus dem Hauptförderstrang ausgeschleust werden.    

Im Montagebereich wurde eine Transportanbindung an die vorhandene Montagelinie gewünscht. Hierbei lag die Herausforderung darin, dass die Transportanbindung den Hauptstapler- und Personenweg kreuzt. Um nicht durch ortsfeste Fördertechnik diese Wege zu versperren, setzte Haro eine Shuttle-Lösung ein, die die Wege flexibel frei hält. Die Absicherung wird von jeweils zwei Sicherheits-Laserscannern übernommen, die berührungslos und unsichtbar den Fahrweg der zwei Verfahrwagen detektieren.
Am Ende der Fördertechnikstrecke erfolgt die Zuordnung der verschiedenen Palettenausführungen entsprechend des Bestimmungsortes. Handelt es sich um Paletten, die unter der EU-Norm liegen, werden sie mittels zwei Gliederband-Kettenförderern, die auf Drehtischen gelagert sind, zur Verpackung und Umreifung auf eine weitere Förderstrecke ausgegliedert. Für den Export ermöglicht hier eine extra integrierte Palettenwaage eine genaue Gewichtsangabe. cs

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