EZP1-Kopfabstreifer von Flexco
Eine saubere Sache mit dem Müll
Ein EZP1-Kopfabstreifer von Flexco reduziert den Materialrücktrag bei einer Londoner Abfallrecycling-Anlage, das minimiert den Reinigungsaufwand und somit teure Maschinenstillstände.
Müll ist schmutzig, stinkt und ist alles andere als gut für die Umwelt. Müll kann aber auch sehr wertvoll sein – denn es können sich wichtige Primär- und Sekundärrohstoffe wie Metalle, Kunststoffe oder Glas darin befinden, die sich wiederverwenden lassen. Müll dient in vielen Branchen zudem als alternativer Brennstoff, der den Einsatz von Öl und Kohle reduziert. Doch zuerst muss das Gemisch entsprechend aufbereitet werden.
An dieser Stelle trat bei einem Abfall- und Entsorgungsbetrieb in London immer wieder ein großes Problem auf: Beim Transport von zerkleinertem Granit, Industrieabfällen, Glas und verschiedenen Metallen zu den Aufbereitungsanlagen kam es an den Transportbändern zu erheblichen Mengen an Rücktrag, also Material, das am Förderband haften bleibt.
Der Betrieb setzt auf Gurtförderer mit Längen bis zu zehn Metern. Die Gurte sind 1,8 Meter breit, zwölf Millimeter dick und mit Gummi beschichtet. Ausgelegt sind sie so, dass die geradlinigen Förderer Steigungen von zehn Grad und einen Muldungswinkel von 25 Grad aufweisen. Mit Geschwindigkeiten von 1,3 Metern in der Sekunde transportieren sie bis zu 25 Tonnen Material in der Stunde.
Teure Maschinenstillstände
Doch bei Rücktrag löst sich irgendwann das anhaftende Material – meist im laufenden Betrieb. Ist es flüchtig, kann es sich als Staub auf die Anlagenkomponenten setzen und eine reibungslose Funktion behindern. Größere spitze und scharfkantige Abfallstücke verursachen dagegen oft Verschleiß und Schäden. Und weil ein großer Teil des geförderten Materials eben nicht am Übergabepunkt vom Band fiel, verteilte es sich in dem Londoner Betrieb rund um die Anlage und auf naheliegende Gebäude. Eine schmutzige Angelegenheit. Eine regelmäßige Reinigung war deshalb unbedingt erforderlich.
Die Bandförderanlagen sind allerdings so angebracht, dass die Mitarbeiter nur sehr schwer den umherliegenden Müll entfernen konnten. Aus Sicherheitsgründen standen die Bänder während der Reinigungsmaßnahmen dazu noch still – und das regelmäßig für mehrere Stunden. Das war teuer. Auf den Betrieb kamen somit nicht nur hohe Kosten für Reinigung und Ersatzteile zu.
Kopfabstreifer mit hoher Reinigungsleistung
Eine effiziente Lösung fanden die Abfallverwerter bei Flexco. Ein Team aus Fachleuten des international führenden Anbieters von mechanischen Transportbandverbindesystemen, Bandabstreifern, Bandzentrierstationen, Prallbetten und Trommelbelägen nahm die Bänder genau unter die Lupe, analysierte die Ursache des Materialrücktrags – und empfahl Kopfabstreifer der Baureihe EZP1.
Das Besondere an dieser Serie seien die facettierten Blattprofile, die eine hohe Reinigungsleistung erzielen, so der Hersteller. Im Vergleich: Konventionelle einteilige Abstreifblätter nutzen ihre Abstreifkanten ab. Sie werden stumpf und rund. Die Flexco-Lösung schärft sich dagegen mit der Abnutzung nach. Es bildet sich eine neue Abstreifkante, sobald der nächste Facettenabschnitt erreicht ist. Der Anwender erreicht damit eine konstante Reinigungsleistung über die gesamte Lebensdauer. Die Abstreifblätter arbeiten im Bereich des Materialpfads. Sie überspannen damit nur diese Zone des Materialflusses und nicht die gesamte Bandbreite. Das hält Unterschiede im Verschleiß zwischen der Mitte und den Enden gering und verhindert, dass die schneller verschleißende Mitte von den langsamer verschleißenden Enden vom Band abgehoben wird. Das Polyurethan-Blatt gleitet zudem ohne merkliche Unterbrechung des Reinigungsvorgangs über die Band-Verbindungen.
Der Abstreifer lässt sich leicht mit universellen Montageplatten am Förderband oder an der Aufgabestation befestigen. Die Flexco-Lösung erfordert zudem nur minimalen Wartungsaufwand. Spezielle Werkzeuge sind nicht erforderlich. Der Techniker kann an der Spannvorrichtung die korrekte Vorspannung visuell überprüfen. Um das Blatt zu wechseln, muss er nur den Sicherungsstift entfernen und das Abstreifblatt austauschen. Alle Wartungsarbeiten kann ein Mitarbeiter sicher von der Seite des Förderbands erledigen. Der Kopfabstreifer lässt sich an nahezu allen Förderbändern mit Breiten von 400 bis 1.600 Millimetern einsetzen.
Nur noch Müll in der Anlage – nicht Drumherum
Der Abfall- und Entsorgungsbetrieb hat mit den Kopfabstreifern vom Typ EZP1 den Rücktrag an seinen Förderbändern auf ein Minimum reduziert. Damit wird das Abfallmaterial an den Übergabepunkten abgeworfen und nicht irgendwo dazwischen. Der Reinigungsaufwand ist für die Mitarbeiter deutlich geringer, und es kommt auch kaum noch zu außerplanmäßigen Stillständen. Damit finden die Wartungen nun regelmäßig und vor allem proaktiv statt: Die Techniker erkennen rechtzeitig Schäden und können sie frühzeitig beheben. as














