Energieketten-Führungsrinne
7 m/s in der Vertikalen
Bei hochdynamischen Anwendungen sind Geschwindigkeiten von 7 m/s bei modernen Hebern und Liften keine Seltenheit mehr. Damit vertikal verfahrende Energieketten sicher in der Bahn gehalten werden, hat Igus das System „guidelite vertikal“, kurz GLV, entwickelt.
Führungsrinnen für Energieketten werden in der Industrie vielfältig eingesetzt, insbesondere bei langen Verfahrwegen, wo das Obertrum der Energiekette auf dem Untertrum gleitet. Bei vertikalen Anwendungen wiederum – beispielsweise im Materialfluss – sind Führungsrinnen nicht unbedingt notwendig, solange die Dynamik gering ist. Die Energiekette folgt hier einfach der Schwerkraft. Für moderne Anlagen trifft dies aber nur noch sehr selten zu. Bei Geschwindigkeiten von über 7 m/s haben Energieketten Sicherheit zu gewährleisten, um Unfälle zu verhindern. Bislang wurden dabei als Führungsrinnen fast geschlossene Führungskanäle aus Blech verwendet. Diese durchgehenden Einhausungen sind jedoch schwer, aufwendig zu montieren und durch die geschlossene Bauweise werden die Ablaufgeräusche der Energiekette verstärkt.
Die offene GLV nehme sich genau diesen Herausforderungen an, so Igus: Die neue Führungsrinne GLV für rein vertikale Anwendungen basiert auf der guidelok-Serie. Für die Führung der Energiekette werden offene Führungsschienen aus Kunststoff mit einer Systemlänge von 2.000 Millimetern verwendet. Diese offene Bauweise minimiert den Resonanzraum und trägt dazu bei, dass die Ablaufgeräusche der Energiekette gering bleiben. Weitere Pluspunkte seien eine erfolgreiche Absorption von Vibrationen sowie die leichte Montage. Die Schienen können mit nur einer Hand verschraubt werden. Falls Leitungen oder Energiekette Schaden nehmen sollten, erlaubt die offene Bauweise der Führungsrinne eine schnelle Auffindung und einen leichten Zugang zur Schadstelle. Der Einsatz von Kunststoffschienen bewirkt zudem die Reduzierung des Gesamtgewichts der Rinne.









