Truck Data Center

Das Gehirn des vernetzten Mercedes-Benz Lkw

Seit dem 1. März 2017 ermöglicht das Truck Data Center die Markteinführung neuer digitaler Dienste von Mercedes-Benz Lkw: das aus Unternehmensseite als revolutionäres Serviceprodukt bezeichnete Mercedes-Benz Uptime und die neue FleetBoard Manager-App. Voraussetzung für beide Dienste ist die Verbauung des Truck Data Center im Lkw. Das zur IAA Nutzfahrzeuge 2016 vorgestellte Vernetzungsmodul „Truck Data Center“ bildet künftig markenübergreifend das Gehirn des vernetzten Lkw bei Daimler Trucks. Es überprüft kontinuierlich den Status der Fahrzeugsysteme und empfängt und sendet Daten in Echtzeit.

Markteinführung des Truck Data Center und umfangreiche digitale Dienste für Mercedes-Benz Lkw. (Bilder: Daimler AG)

Mercedes-Benz Uptime steht für die vorausschauende Vernetzung von Fahrzeug, dem Mercedes-Benz Service und dem Transportunternehmen des Kunden. Vollautomatische Diagnosen während des Einsatzes überprüfen in Echtzeit den Status der Fahrzeugsysteme und ermöglichen ein frühzeitiges Erkennen von kritischen Zuständen. Mit der neuen FleetBoard Manager-App will Mercedes-Benz den schnellen und kostenlosen Einstieg in die Konnektivität anbieten. Die App für Smartphones (Verfügbar ab dem 20. März) liefert Informationen über die Fahrzeugflotte, wie beispielsweise deren Auslastung im Wochenverlauf, die Position einzelner Fahrzeuge und zeigt Kostensparpotenziale auf.

Truck Data Center: das Herzstück des vernetzten Lkw

Das etwa DIN-A5 große Vernetzungsmodul Truck Data Center wird auf Basis der international standardisierten Elektrik/Elektronik-Architektur markenübergreifend bei Daimler Trucks verbaut. Im Mercedes-Benz Actros ist das Modul Standard. Es empfängt Daten von im Lkw befindlichen Sensoren, Kameras, etc. und wertet diese für unterschiedlichste Anwendungen aus. Zudem ist es die Schnittstelle für sämtliche Vernetzungsdienste und damit zuständig für die Außenkommunikation des Lkw: Wie ein modernes Smartphone kommuniziert das Truck Data Center via Bluetooth, 3G-Signal oder GPS mit der Infrastruktur, mit anderen Fahrzeugen und weiteren am Logistikprozess beteiligten Instanzen.

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Die Standardisierung des Truck Data Center trifft dabei auf maximale Anpassungsfähigkeit an die regionalen Kundenbedürfnisse mittels der Software und Apps: Künftig bildet das Truck Data Center die Basis für bereits bestehende Konnektivitätslösungen von Daimler Trucks sowie den Telematik-Systemen von FleetBoard und Detroit Connect.

Fahrzeugverfügbarkeit durch Vernetzung steigern

Vor Marktstart wurde Mercedes-Benz Uptime ausführlich in einem Pilotversuch über den Zeitraum von drei Jahren in 1400 Lkw in 16 Flotten in Deutschland, Großbritannien, Österreich und Polen erprobt.

Mercedes-Benz Uptime überprüft durch das neue Truck Data Center kontinuierlich in Echtzeit den Status der Fahrzeugsysteme. Innerhalb von Sekunden werden die Daten interpretiert, kritische Zustände erkannt und konkrete Handlungsempfehlungen zur Verfügung gestellt. Deuten sich Wartungs- oder Reparaturbedarf an, unterstützt der Mercedes-Benz Service den Kunden umgehend mit einer individuellen Lösung, die optimal auf die jeweilige Tourenplanung und den Fahrzeugzustand abgestimmt ist. Für die Kunden bedeutet das eine spürbare Steigerung der Planbarkeit von Werkstattaufenthalten und Fahrzeugverfügbarkeit.

Vermeidung von Liegenbleibern: Droht akut der Ausfall eines Lkw, wird unverzüglich das Mercedes-Benz Customer Assistance Center (CAC) in Maastricht, Niederlande informiert. Von dort erfolgt sofort ein Anruf bei einem vom Kunden festgelegten Ansprechpartner im Unternehmen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des CAC informieren den Kunden über den identifizierten Reparaturbedarf und die erforderliche Maßnahme zur Vermeidung des Liegenbleibers. Ist eine sofortige Reparatur notwendig, unterstützt das CAC bei der Organisation des Werkstatttermins, der optimal auf die Fahrzeugroute und den Transportauftrag des Kunden abgestimmt ist. Dabei klärt das CAC vorab die Verfügbarkeit der notwendigen Ressourcen in der Werkstatt, um die sofortige Fahrzeugreparatur zu ermöglichen. So wird eine mögliche Panne vermieden, das Fahrzeug schnell repariert und der Transportauftrag rechtzeitig ausgeführt.

Effizientes Management der Reparaturen und Wartungen: Ein frühzeitig erkannter Wartungs- und Reparaturbedarf wird automatisch an den vom Kunden ausgewählten Mercedes-Benz Servicepartner übermittelt. Der persönliche Kundenbetreuer bündelt die anstehenden Wartungs- und Reparaturarbeiten und kontaktiert den Kunden aktiv mit einem Terminvorschlag. Durch die Transparenz über den Zustand der Fahrzeuge in Echtzeit wird die Werkstatt bestens auf den Kundenbesuch vorbereitet – die notwendigen Teile werden frühzeitig bestellt, Werkstattkapazitäten vorgesehen und der Reparaturauftrag geschrieben.

Echtzeit-Unterstützung der Instandsetzungsmaßnahmen: Information und konkrete Handlungsempfehlungen zu anstehenden Instandsetzungsmaßnahmen, welche der Kunde leicht selbst durchführen kann, werden dem Kunden über das Kundenportal Mercedes-Benz Uptime immer rechtzeitig übermittelt. Der Flottenmanager oder der Fahrer können unmittelbar eingreifen und unnötige Werkstattaufenthalte sowie Reparaturkosten sparen.

Mercedes-Benz Uptime ist bereits seit der IAA Nutzfahrzeuge 2016 für alle neuen Actros, Arocs und Antos in zwölf europäischen Märkten (Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Schweiz, Spanien, Tschechien) bestellbar. Weitere Länder werden sukzessive folgen. Die technische Voraussetzung für den Dienst ist die Verbauung des Truck Data Center.

Fahrzeugflotte per App im Blick

FleetBoard bietet ab dem 20. März 2017 Mercedes-Benz Lkw-Kunden den kostenlosen Einstieg in die Konnektivität. Möglich macht das der neue FleetBoard Manager. Voraussetzung für die Nutzung der App ist die Verbauung des Truck Data Center im Mercedes-Benz Actros.

Der FleetBoard Manager vermittelt Informationen über die Flotte, wie deren zurückgelegte Gesamtkilometerleistung der letzten sieben Tage, sowie einen Vergleich zu den vorangegangenen sieben Tagen. Zudem wird das Fahrzeug mit der höchsten bzw. niedrigsten Laufleistung angezeigt. Dadurch kann der Transportdienstleister Rückschlüsse auf die Auslastung seiner Flotte im Wochenverlauf ziehen.

Neben der Kilometerleistung wird auch der durchschnittliche Kraftstoffverbrauch angezeigt. Ebenso wird das Fahrzeug mit dem höchsten und niedrigsten Verbrauch angezeigt. So kann ermittelt werden, inwieweit sich eine Spreizung zwischen Laufleistung und Kraftstoff­verbrauch zwischen den Fahrzeugen ergibt. Ebenfalls auf Flottenebene wird prozentual angezeigt, wie wirtschaftlich die Fahrzeuge unterwegs sind. Die Übersicht ist nach einem Notencluster aufgebaut. Aus diesen Daten errechnet FleetBoard, wie viel Kraftstoff prozentual durch gezielte Fahrerschulungen über die gesamte Flotte eingespart werden könnte. Darüber hinaus gibt die App Aufschluss, wie ökologisch sich die Flotte verhält und wie viel CO2 ausgestoßen wird. Hier nimmt das vorausschauende Fahren eine wichtige Rolle ein, um ebenfalls weitere Potenziale aufzuzeigen, damit Kraftstoffverbrauch sowie CO2-Ausstoß dauerhaft positiv beeinflusst werden.

Weitere Funktionen wie beispielsweise das Mercedes-Benz Uptime lite-Widget werden im FleetBoard Manager sukzessive durch regelmäßige Software Updates hinzugefügt. Mercedes-Benz Uptime lite steht allen Kunden kostenlos zur Verfügung und benachrichtigt über erforderliche Servicemaßnahmen an ausgewählten Betriebsmitteln und Verschleißteilen des Fahrzeugs (z. B. Ölstand, Glühlampen, Luftfilter, Bremsbeläge etc.). Diese Information ermöglicht einen ersten Einblick, wie die Fahrzeugvernetzung das Reparatur- und Wartungsmanagement einer Flotte erleichtert. cs

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