Betriebsstoffe

Handliche Innovation

Mit seinem neuen Drehmomentschlüssel verspricht Werkzeug- Hersteller Stahlwille dem Anwender mehr Prozesssicherheit. Und nicht nur das. Die gelungene Kombination von Mechanik und Elektronik bietet noch zahlreiche weitere Pluspunkte.

Mit seinem neuen elektromechanischen Drehmomentschlüssel vom Typ 730D bietet Stahlwille eigenem Bekunden nach “eine Weltneuheit“. Der renommierte Traditionshersteller von Präzisionswerkzeugen mit Firmensitz in Wuppertal hat in diesem modernen Handwerkzeug das weithin bekannte Prinzip des auslösenden Drehmomentschlüssels mit den Vorteilen eines elektronischen Modells kombiniert. Für den Anwender in Industrie, Handwerk und Service eröffnet sich laut Hersteller mit dem neuen elektromechanischen Drehmomentschlüssel “eine neue Dimension der Prozesssicherheit“.

Sofortiger Durchblick

Und so einfach funktioniert das gute Stück: Wird das eingestellte Drehmoment bei einer konkreten Verschraubung erreicht, löst das Werkzeug elektronisch gesteuert aus. Dabei verspürt der Werker den gewohnten (und oft verlangten) Ruck. Das tatsächlich aufgebrachte Drehmoment wird dann im Display angezeigt und kann mit einem prüfenden Blick sofort beurteilt werden. Der große Pluspunkt: Dadurch entfällt der in vielen Anwendungsbereichen zusätzlich erforderliche Aufwand durch die notwendige Prüfung eines Schraubvorgangs mit einem messenden Drehmomentschlüssel. In der betrieblichen Praxis spart das unter Umständen jede Menge wertvolle Minuten! Übers Jahr gerechnet, dürfte man da schnell auf einen ganz erheblichen Zeitgewinn kommen.

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Zur weiteren Verarbeitung – und vor allem zu Zwecken der mehr oder weniger lückenlosen Dokumentation (Qualitätssicherung!) – kann das aufgebrachte Drehmoment im Schlüssel zwischengespeichert und schließlich über eine integrierte USB-Schnittstelle an einen PC in der Werkstatt, in der QM-Abteilung oder auch in der Konstruktion übertragen werden. Bei der Auswahl des Betriebsmodus „Anzeigend“ wird aus dem auslösenden ein elektronisch messender Drehmomentschlüssel. Die Anzeigefunktion gilt auch für Linksdrehmomente. Die garantierte Fehlergrenze liegt bei ± 2 Prozent.

Sowohl die Einstellung als auch die Anzeige und die Speicherung von bis zu 7.500 ermittelten Messwerten erfolgen elektronisch. Für einzelne Schraubfälle können darüber hinaus separat negative und positive Toleranzgrenzen festgelegt werden. Ist das auf diesem Wege vordefinierte Anzugsmoment beim Schrauben erreicht, leuchtet das Display freundlich grün. Wird der Schraubvorgang jedoch außerhalb der Toleranz beendet, erleuchtet das Display in warnendem Rot. Die Umrechnung von „Nm“ in „ft.lb“ und „in.lb“ erfolgt dabei automatisch. Ein eingegebenes abweichendes Stichmaß wird automatisch berücksichtigt. Die sonst übliche nervige (und fehlerträchtige) Umrechnerei ist also nicht mehr erforderlich. Und: Weil der neue Drehmomentschlüssel ausgesprochen präzise zu Werke geht, hat Hersteller Stahlwille dafür die drei großen Messbereiche 10 bis 100 Nm, 20 bis 200 Nm sowie 40 bis 400 Nm festgelegt.

Überlastschutz und PIN-Code

Übrigens: Eine drohende Überlastung des Drehmomentschlüssels wird dem Anwender sowohl durch ein akustisches als auch durch ein optisches Warnsignal rechtzeitig und unmissverständlich angekündigt. Zusätzlich verhindert eine automatische Tastensperre, dass sich eingegebene Voreinstellungen unbeabsichtigt verändern.

Darüber hinaus können verschiedene Anwender ihre Einstellungen durch unterschiedliche individuelle PIN Codierungen verlässlich sichern. Einzelne Schraubfälle können unter einer vierstelligen Identifikationsnummer gespeichert werden. Alle Schraubdaten der getätigten Anzüge werden dann dieser Identifikationsnummer zugeordnet. ms

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