Temperaturen in Schaltanlagen beobachten

Maschinen leben länger

Das Energiemanagement-Unternehmen Eaton hat seine Niederspannungsschaltanlagen um ein Diagnosesystem erweitert, das erstmals eine permanente, effiziente Temperaturüberwachung der kritischen Bereiche einer Schaltanlage ermöglicht. Durch die kontinuierliche Temperaturüberwachung der elementaren Anlagenteile und die Generierung von Warnmeldungen bei aufkommender Systemüberlast reduziert es das Risiko von Anlagenstillständen.

Lieber überwachen als löschen: Temperaturmanagement in Schaltanlagen. (Foto: Eaton)

Die mit dem System mögliche Analyse des Temperaturverhaltens in verschiedensten Betriebszuständen generiert Informationen über die Leistungsreserven einer Schaltanlage. Mit diesem Wissen lassen sich Systemerweiterungen deutlich risikoärmer realisieren. Das Diagnosesystem eignet sich für alle Arten von Hauptverteilungen, insbesondere für Schaltanlagen mit hohen Strömen, für Installationen in Containern bzw. im Freien sowie für Anlagen, bei denen Erweiterungen oder Umbauarbeiten erwartet werden. Mit der neuartigen Technologie unterstützt Eaton Maschinen- und Schaltanlagenbauer dabei, die Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit und Lebensdauer ihrer elektrischen Anlagen deutlich zu erhöhen.

Das Diagnosesystem besteht im Wesentlichen aus autarken Temperatursensoren, die an neuralgischen Stellen in der Schaltanlage platziert werden und alle zehn Minuten drahtlos einen Temperaturwert an einen Controller übertragen. In dem Controller werden die Daten dann abgelegt und können von dort aus bei Bedarf grafisch dargestellt und für detaillierte Analysen abgerufen werden. Mithilfe einer speziellen Firmware bildet der Controller, der sich an SCADA-Systeme anbinden lässt, das thermische Verhalten der Schaltanlage ab. Die Diagnosefunktionen umfassen beispielsweise Plausibilitätsprüfungen sowie das Erstellen von Trendanalysen. Bei Überschreiten der zuvor definierten Grenzwerte wird eine Alarmmeldung generiert und an die Leitstelle geschickt.

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Die erfassten Messwerte werden per Funktechnologie und 2,4 GHz gemäß dem Standard IEE 802.15.4 übertragen – entweder direkt an das Leitsystem oder an den Linux-basierten Server des Controllers. Die drahtlose Datenübertragung über mehrere Felder hinweg minimiert den Montage- und Konfigurationsaufwand. Darüber hinaus bleibt der Sammelschienenraum frei von potentiellen Gefahrenstellen wie sie bei einer konventionellen Sensorverdrahtung auftreten können. Da jeder Sensor individuell adressierbar ist, wird eine direkte Implementierung in SCADA-Systeme unterstützt. bw

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