Antriebstechnik
All-in-one
Die leistungsstarke Multiprozessortechnik vereint vier unterschiedliche Steuerungstypen – Speicherprogrammierbare Steuerung (SPS), Bewegungssteuerung (Motion Control), computergestützte numerische Steuerung (CNC) und Robotersteuerung – auf einer systemübergreifenden Automatisierungsplattform und sorgt für einen schnellen Datenaustausch zwischen den einzelnen Fertigungssystemen. Die Komplettlösung, die auch bewährte Technologien der modularen Steuerung Melsec System Q mit einschließt, ermöglicht eine maßgeschneiderte Automation von Einzelanlagen und komplexen Fertigungslinien. Die nahtlose Integration der Komponenten sichert dabei eine hohe Produktivität.
Innovative Systemkomponenten
Zentrale Bausteine der Plattform iQ sind die neu entwickelten Mikroprozessormodule für die verschiedenen Steuerungsdisziplinen. Im Multiprozessorbetrieb teilen sich eine SPS-CPU und bis zu drei weitere, flexibel kombinierbare zentrale Prozessoreinheiten (CPU) die Steuerungs- und Kommunikationsaufgaben. Erstmals ist es nun möglich, neben Motion-Control- auch CNC- und Robotersteuerungen auf eine Plattform zu bringen. Die CPU-Module tauschen über einen neu entwickelten Hochgeschwindigkeitsbus der Baugruppenträger zyklisch Daten aus und greifen dabei auf einen gemeinsamen Speicher mit einer Kapazität von 14.000 Worten zu. Die Kommunikation über den Rückwandbus erfolgt synchron zu den Berechnungszyklen der Prozessoren mit einer Zykuszeit von nur 0,88 Millisekunden.
Weitere Bausteine der iQ-Plattform sind ein Schnittstellenmodul für das schnelle Steuerungsnetzwerk CC-Link IE (Control and Communication Link Industrial Ethernet), einem offenen Industrial-Ethernet-Standard mit Gigabit-Technologie, und die grafischen Touchscreen-Bediengeräte der Serie GOT1000, die mit zahlreichen neuen Funktionen das integrierte Steuerungskonzept von Mitsubishi Electric unterstützen.
Schrittweise Optimierung
Auf den beiden neuen Baugruppenträgern mit acht- und zwölf Steckplätzen steht neben dem Hochgeschwindigkeitsbus auch weiterhin der konventionelle Systembus der Steuerung MELSEC System Q zur Verfügung. Über diesen Rückwandbus erfolgt der maßgeschneiderte Ausbau der iQ Plattform mit anlagentypischen Erweiterungs- und Funktionsmodulen. Nahezu 100 verschiedene E/A-, Sonder- und Netzwerkmodule bietet die Produktpalette.
Programmiert wird die Steuerung mit dem komplett neu überarbeiteten Softwarepaket GX Developer 2. Die neueste Version dieser SPS-Entwicklungsumgebung für alle kompakten und modularen Steuerungen von Mitsubishi Electric unterstützt auch den internationalen Programmierstandard IEC 61131-3. Zahlreiche neue Funktionen, Diagnose- und Simulationswerkzeuge ermöglichen eine einfache Programmierung und sorgen für einen reibungslosen Datenaustausch zwischen den verschiedenen Steuerungssystemen.
Vertikale und horizontale Integration
Die Integration von SPS-, Motion Con- trol-, CNC- und Roboter-Funktionalitäten in eine gemeinsame Hardware- und Softwareumgebung bringt deutliche Vorteile. Die einheitliche Technologie verkürzt Planung, Installation und Inbetriebnahme, erleichtert Diagnose und Wartung, reduziert den Schulungsaufwand und unterstützt zudem flexible Anlagenkonzepte und spätere Umbauten. Das senkt die Installations- und Betriebskosten, während gleichzeitig Zuverlässigkeit und Effizienz der Fertigungssysteme nicht zuletzt durch den schnellen Datenfluss steigen.
Doch diese nahtlose Kommunikation endet nicht in der Produktion. Eingebettet ist die Plattform iQ in das e-F@ctory-Konzept von Mitsubishi Electric. Im Mittelpunkt dieses Konzepts steht der durchgängige Informationsfluss zwischen den Steuerungssystemen der Automationsebene und den Werkzeugen der Produktions- und Unternehmensplanung. Zur Anbindung der Produktionsebene an ein übergeordnetes Manufacturing Execution System (MES) stehen mit dem MES Interface Modul für die modulare Steuerung und der MES Interface Funktion der Bediengeräteserie GOT1000 zwei einfache und kostengünstige Technologien zur Auswahl. PR/gm








