Antriebstechnik

Flach und filigran

sind die Präzisionsteile aus dem Hause Metaq. Das kann ein acht Milligramm leichter Distanzring sein, der nur mithilfe einer Spezialoptik montiert werden kann, oder auch ein 50 Kilogramm schweres Zahnrad. Spezialisiert hat sich das Wuppertaler Unternehmen auf die Ätztechnik und das Schneiden per Laserstrahl- und Wasserstrahltechnik.

Bearbeitet werden Stahl und NE-Legierungen, viele nicht metallische Werkstoffe und Komposite. Die Materialstärke reicht von 0,01 Millimeter dünnen Metallfolien bis zu 100 Millimeter dicken Schaumstoffen. Je nach Fertigungsverfahren werden Toleranzen bis in den Tausendstel-Millimeter-Bereich eingehalten.

Die Werkzeuge für alle Metaq-Fertigungsverfahren sind CAD-Files, die aus den Datensätzen oder aus Zeichnungen und Musterteilen der Kunden erstellt werden. Ein File ist für verschiedene Materialien und Materialstärken verwendbar und kann für Folgeaufträge ohne großen Aufwand verändert werden. Ändern sich zum Beispiel in der Entwicklungsphase eines Prototypen die Daten, kann das neue Formteil kurzfristig zu vergleichsweise geringen Kosten produziert und ausgeliefert werden. Mithilfe eines intern entwickelten Konfigurationssystems lässt sich über die CAD-Files jedes Herstellungsverfahren ansteuern.

Der Formgebung sind im Rahmen der Ätztechnik keine Grenzen gesetzt, denn Kontur und beidseitige Oberflächenstrukturen können in nur einem Arbeitsprozess gefertigt werden. Damit empfiehlt sich dieses Herstellungsverfahren im Bereich des Designs als eine wirtschaftliche Alternative zur Stanz-, Präge- und Graviertechnik.

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Ein beeindruckendes Praxisbeispiel für die Leistungsfähigkeit des Unternehmens ist die Herstellung von Kontaktfolien für die Piezotechnik. Piezostapelaktoren sind elektromechanische High-Tech-Antriebselemente, die zum Beispiel im Flugzeugbau zur Steuerung von Luftrudern eingesetzt werden. Dabei wird die elektrisch induzierte Verformung eines Keramikzylinders mit Vielschicht- Kondensatorstruktur ausgenutzt.

Höchste Maßgenauigkeit beim Aufbau des Keramikmetallverbunds ist Voraussetzung, sie gilt auch für die bei Metaq geätzten Kontaktfolien. Die 0,02 Millimeter dünnen, etwa 400 Millimeter langen Messingkontaktfolien verbinden die einzelnen Keramikschichten in den Piezostapelaktoren. Nur im Gegenlicht sind die 0,1 Millimeter kleinen Löcher erkennbar, mit denen die gesamte Oberfläche der Kontaktfolie versehen ist. ms

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