KIT-Materialforscher beziehen Neubau
Interdisziplinärer Ansatz für die Karlsruher Forscher
Leistungsfähige Werkstoffe für die künftige Energieversorgung, etwa für Batterien und organische Solarzellen, stehen im Fokus der Forschung des Materialwissenschaftlichen Zentrums für Energiesysteme (MZE) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). In direkter Nachbarschaft wird sich das MikroTribologie Centrum µTC der Fraunhofer-Gesellschaft mit den wissenschaftlichen Aspekten von Reibungs- und Verschleißprozessen beschäftigen.
Im Mittelpunkt der Forschung des MZE stehen innovative Werkstoffe für die effiziente Energiewandlung und -speicherung. Dabei verfolgt das MZE einen stark interdisziplinären Ansatz und führt circa 150 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Chemie, Physik, Materialwissenschaften, Elektrotechnik und Verfahrenstechnik unter einem Dach zusammen. Sie beleuchten die komplette Prozesskette vom Molekül bis zum Bauteil und beschäftigen sich mit der Prozesstechnik, Charakterisierung sowie Modellierung und Simulation neuer Materialien für Energiesysteme. „Die Schwerpunkte des MZE liegen auf druckbaren, organischen Solarzellen und wiederaufladbaren Batteriesystemen sowohl mit hohen Energie- und Leistungsdichten für die elektromobile Anwendung als auch mit sehr langer Lebensdauer und niedrigen Kosten pro Energiemenge sowie Lade-Entlade-Zyklus für stationäre Speicher. Darüber hinaus geht es aber auch um die Entwicklung neuer Verfahren, die es erlauben, diese innovativen Materialien wirtschaftlich im großen Maßstab herzustellen und in Energiesystemen einzusetzen“, erläutert der Koordinator des MZE, Professor Michael Hoffmann.
Der Neubau in unmittelbarer Nähe des Audimax am Campus Süd des KIT hat eine Nutzfläche von 4.300 Quadratmetern. Das räumliche Konzept wurde speziell auf den interdisziplinären Ansatz zugeschnitten mit dem Ziel, die Kommunikation zwischen den Arbeitsgruppen zu intensivieren und damit die Zusammenarbeit zu fördern. Ausgestattet ist das MZE mit modernen Anlagen und Geräten für die Herstellung und Charakterisierung der neu entwickelten Materialien, darunter ein hochauflösender Computertomograph sowie ein neuartiges Rasterionen-/Rasterelektronenmikroskop (FIB-SEM). Die Baukosten beliefen sich auf 27,4 Millionen Euro, die Land und Bund jeweils zur Hälfte finanzierten. bw









