Joint-Venture mit Swoboda Hartmann

Franz Morat investiert in E-Mobilität

Franz Morat und die Swoboda Hartmann haben Anfang März ein Joint Venture gegründet. Kerngeschäft der Morat Swoboda Motion sollen Antriebstechnologien für E-Mobilität sein. Ein Produktionswerk wird in Nowa Ruda in Polen errichtet.

Franz Morat produziert verzahnte Antriebskomponenten für Elektrofahrzeuge und E-Bikes aus Metall und Kunststoff (Bild: Veja/Shutterstock.com)

Beide Gesellschaften halten 50 Prozent der Anteile an dem gemeinsamen Unternehmen, Morat Swoboda Motion,das Anfang März 2018 gegründet wurde. Das Kerngeschäft der neu gegründeten Gesellschaft soll die Produktion von Antriebskomponenten für den E-Motive-Sektor sein. Hier hat sich Franz Morat in den vergangenen Jahren als Entwicklungspartner und Lieferant für kundenspezifische Verzahnungsteile aus Metall und Kunststoff etabliert. Bereits seit rund zehn Jahren fertigt das Eisenbacher Traditionsunternehmen verzahnte Rotorwellen für den Antriebsstrang von Elektrofahrzeugen und E-Scootern.

Einen besonderen Aufschwung hat in den letzten Jahren der Markt für E-Bikes und Pedelecs erfahren. Die Fahrräder mit Elektromotor sprechen mit modernem Design und weiterentwickelter Batterie- und Antriebstechnologie inzwischen immer mehr technikbegeisterte und jüngere Menschen an. Der Eintritt in diesen Wachstumsmarkt gelang Franz Morat vor gut fünf Jahren mit der Auslegung und Fertigung einer Stirnradstufe, bestehend aus einem Kunststoff-Zahnrad und einer Rotorachse aus Stahl. Im vergangenen Jahr wurde der Verzahnungsspezialist mit dem bislang größten Einzelauftrag der Firmenhistorie für die Produktion der Antriebskomponenten eines E-Bike-Motors nominiert. Weitere großvolumige Projekte befinden sich aktuell in der Pipeline oder sind bereits in der Vorserie.

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Gökhan Balkis, Geschäftsführer von Franz Morat. (Bild: Franz Morat)

„Um die aktuellen Großprojekte und die damit verbundenen Investitionen erfolgreich abzuwickeln und den strategischen Ausbau des dynamischen Geschäftsbereichs E-Motive weiter vorantreiben zu können, bedurfte es eines neuen Geschäftsmodells“, sagt Gökhan Balkis, Geschäftsführer von Franz Morat. „Der E-Motive-Markt hat inzwischen vergleichbare Anforderungen wie die Automobilindustrie. Daher waren wir auf der Suche nach einem international erfahrenen Partner, der die Automotive-Prozesse und Strukturen kennt und lebt.“

Swoboda Hartmann unterhält zehn Standorte in sechs Ländern und beliefert namhafte Automobilhersteller mit Produkten aus den Bereichen Elektronik, Sensorik und Mechatronik und ist damit nicht in den Kernbereichen Zahnradtechnik und Antriebstechnik von Franz Morat aktiv. Das Produktionswerk für das E-Motive-Geschäft, das zu Beginn rund 40 neue Arbeitsplätze schafft, wird in Polen errichtet. Dort betreibt Franz Morat in Nowa Ruda, Niederschlesien, seit Juli 2015 ein Montagewerk für den Geschäftsbereich Antriebstechnik. Der Beginn der Serienproduktion ist für Frühsommer 2019 geplant. as

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