Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al Wazir bei Rittal

Mit dem Lkw durchs Siegerland

Beeindruckt zeigte sich Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir von der Größe und Innovationskraft des Schaltschrankherstellers und Systemanbieters Rittal in Mittelhessen.

Beim Rundgang durch das Global Distribution Center von Rittal in Haiger gab Unternehmer Friedhelm Loh (l.) dem hessischen Wirtschaftsminister Al-Wazir (3.v.l.) einen Einblick in die Hochleistungslogistik für die Auslieferung von Schaltschränken und Systemkomponenten in die ganze Welt. (Fotos: Rittal)

Den Besuch des neuen Global Distribution Centers in Haiger und der Produktion in Rittershausen nutzte der hessische Wirtschaftsminister, um sich umfangreich über die regionale und internationale Bedeutung des Unternehmens und die Innovationen im Bereich Energieeffizienz zu informieren. Begrüßt wurde er vom Inhaber und Vorsitzenden der Geschäftsführung Friedhelm Loh.

Bei einem Rundgang durch das Global Distribution Center in Haiger gab der Unternehmer Friedhelm Loh dem hessischen Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir einen Einblick in die Hochleistungslogistik für die Auslieferung von Schaltschränken und Systemkomponenten in die ganze Welt. Das Hochregallager verfügt über 21.500 Palettenplätze und das automatische Kleinteilelager über 25.000 Behälterplätze. Damit wurden modernste Logistik-Infrastrukturen für 20.000 Großschränke sowie 50.000 Gehäuse und Klimatisierungskomponenten geschaffen. Allein dafür hat Rittal 40 Millionen Euro in die Region Mittelhessen investiert.

Beim Rundgang legte der hessische Wirtschaftsminister auch selbst Hand an und brachte an einer Hebevorrichtung ein Paket auf den Weg zu Rittal Kunden.

Rittal ist mit 10.000 Mitarbeitern das größte Unternehmen der Friedhelm Loh Group. „Als größter Arbeitgeber der Region investieren wir vor Ort. Nur so schaffen wir die Voraussetzungen, dass Produktion und Logistik in Deutschland im ländlichen Raum eine Zukunft haben“, sagte Friedhelm Loh im Gespräch mit Al-Wazir. Die Entwicklung Mittelhessens kann die Wirtschaft im internationalen Wettbewerb aber nicht allein stemmen. Eine partnerschaftliche Zusammenarbeit und die Unterstützung des Landes bei hoheitlichen Aufgaben, wie etwa Verkehrsinfrastruktur, seien unerlässlich, so Friedhelm Loh: „Eine gut funktionierende Infrastruktur ist in ländlichen Regionen ein Muss für international erfolgreiches Unternehmertum.“

Anzeige

Region braucht Unternehmer

Nach dem Rundgang im GDC machten sich Al-Wazir und Friedhelm Loh im Lkw auf den Weg zum Stammwerk des Unternehmens in Rittershausen: „Wenn man durch die idyllische Landschaft fährt, erwartet man kaum einen so bedeutenden Industriestandort, wie Sie ihn hier in der Region aufgebaut haben“, sagte der Wirtschaftsminister.

Auf der Fahrt machte sich Al-Wazir auch ein Bild von den Belastungen auf der Strecke, deren Bedeutung nicht zuletzt durch das erfolgreiche Wirtschaften des Unternehmens in den letzten Jahren stark gewachsen ist. Rittal braucht eine kurze und gut ausgebaute Verkehrsanbindung zur A 45 und von Rittershausen nach Haiger, wo neben dem globalen Distributionszentrum auch die Konzernzentrale angesiedelt ist. Aus beiden Logistikzentren in Haiger und Rittershausen werden Sammelladungen ausgeliefert.

Derzeit werde auch der Bau einer neuen Produktionsstätte in Haiger geprüft: „Die Voraussetzung für unsere Investition von rund 100 Millionen Euro am Standort Haiger ist eine positive Entscheidung für den Ausbau der Landstraße“, betonte Loh die Notwendigkeit einer Ortsumgehung, die die Verkehrsverbindung zwischen Haiger und Rittershausen deutlich verbessern soll. Ziel sei außerdem, die Verkehrslast in der Region zu reduzieren. Derzeit leiden die Ortsdurchfahrten in Frohnhausen und Wissenbach unter einer Belastung von mehr als 20.000 Fahrzeugen täglich. Jedes zehnte ist ein schwerer Laster – auch von Rittal. Durch die Ortsumgehung werde die Region deutlich entlastet: „Im Sinne unserer Unternehmensgrundsätze nehmen wir unsere Verantwortung für die Umwelt und unser Umfeld ernst“, so Friedhelm Loh.

Der hessische Wirtschaftsminister wies auf die Sanierungsoffensive für die Landesstraßen hin, die auch die Region betreffen. Der große Erneuerungsbedarf in vielen Teilen des Landesstraßennetzes sei ihm bewusst: „Deshalb wird die Landesregierung das Thema in den nächsten Jahren Schritt für Schritt engagiert angehen", sagte Al-Wazir. bw

  • Xing Icon
  • LinkedIn Icon
Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Stanzwerkzeuge

Alles formgenau im Schaltschrankbau

Um reibungslose Arbeitsabläufe zu gewährleisten, muss Werkzeug für die Bearbeitung von Schaltschränken und Gehäusen fehlerlos und zuverlässig funktionieren. Mit der Multi-Press 500 rundet Häwa das Angebot im Bereich Stanzen ab.

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Jetzt Newsletter abonnieren