Hermes Award für Wittenstein-Getriebe
Grundlegende Sprunginnovation
In diesem Jahr geht der Hermes Award an Wittenstein. Damit wird das Unternehmen mit einem der weltweit begehrtesten Innovationspreise ausgezeichnet. Die Übergabe erfolgt am 12. April 2015 im Rahmen der Eröffnungsfeier der Hannover Messe.
Wittenstein erhält die Auszeichnung für das Produkt „Galaxie“. Dabei handelt es sich um ein Hochleistungsgetriebe mit dynamisierten Einzelzähnen und einem hydrodynamischen vollflächigen Zahneingriff. Das führt zu einer mehr als sechs Mal größeren inneren Kraftübertragungsfläche als bei konventionellen Getrieben. Die Einzelzähne sind segmentiert angeordnet und werden durch einen Polygon und ein Wälzlager sowie durch einen segmentierten Lageraußenring angetrieben. Als Verzahnungsform wird erstmals eine logarithmische Spirale eingesetzt. Hinsichtlich Drehmomentdichte, Steifigkeit, Spielfreiheit und Kompaktheit übertrifft diese neuartige Getriebegattung alle bisherigen Lösungen durch ihre innovative Kinematik. Das Getriebe verbraucht weniger Energie bei einem höheren Wirkungsgrad und eignet sich unter anderem für den Einsatz in Werkzeugmaschinen, Robotern, Windenergieanlagen oder Textilmaschinen.
Die Übergabe des Preises erfolgte durch die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Johanna Wanka. „Das Hochleistungsgetriebe ‚Galaxie‘ ist eine herausragende Entwicklungsleistung und bestes Beispiel für die Innovationskraft in Deutschland. Die Wittenstein AG hat unter Beweis gestellt, dass man mit Mut, Kreativität und Entschlossenheit eine völlig neue Getriebegattung entwickeln kann. Dabei ist es dem Unternehmen gelungen, die Zukunft der Wirtschaft, die Vernetzung von Produktion und Dienstleistung, in ihrem Getriebe zu integrieren“, sagte die Bundesministerin in ihrer Laudatio anlässlich der Preisverleihung.
„Der diesjährige Preisträger zeigt, dass auch im Zeitalter der Digitalisierung durchaus noch Sprunginnovationen in den grundlegenden Bewegungsprinzipien für industrielle Antriebe möglich sind: Unsere Jury hat das Galaxie-Getriebe von Wittenstein einstimmig als Gewinner ermittelt, da es mit der logarithmischen Spirale - wie sie in der Natur beispielsweise in Schneckenhäusern bekannt ist - eine fundamental neue Funktion für Getriebeverzahnungen verwendet, um ein neuartiges Hochleistungs Antriebssystem ohne Zahnrad mit integrierter Sensorik und Vernetzung anzubieten“, ergänzte Prof. Wolfgang Wahlster, Vorsitzender der Jury und Leiter des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI).
Neben dem Gewinner, Wittenstein AG, Igersheim, waren nominiert: ABB Automation, Mannheim, ContiTech, Hannover, Next Kraftwerke, Köln, und Schunk, Lauffen/Neckar. bw













