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Artikel und Hintergründe zum Thema

Gelenkkupplungen

Jeder Millimeter zählt

Versatz am An- oder Abtriebsstrang von Maschinen kann die Wellenlager belasten und die Fertigungsqualität beeinträchtigen. Gelenkkupplungen können hohen Radial- und Winkelversatz ausgleichen.

Gelenkkupplungen gleichen hohen Radial- und Winkelversatz aus. Speziell für Servo- und Schrittmotoren eignet sich der Typ KBGK-T zu spielarmen Verbindung zweier Wellen. © KBK

Medizintechnische Geräte, Prüfstände oder Werkzeugmaschinen: Alle diese Anwendungen müssen so spielarm wie möglich an den Antriebsstrang angebunden werden, um ihre Funktion erfüllen zu können. Fällt der radiale oder der angulare Versatz zu groß aus, ist ein zuverlässiger Betrieb nicht mehr gegeben. Geringere Abweichungen lassen sich mit Standard-Kupplungen ausgleichen. Überschreitet der Radial- oder der Winkelversatz ein gewisses Maß, sind bei starrer Verbindung der Antriebselemente die Kräfte, die auf die Lager der Welle einwirken, so groß, dass diese bei einer Dauerbelastung stark abnutzen. Das betrifft auch die Dichtungen und die Kupplungen selbst. Damit diese Bauelemente nicht übermäßig beansprucht werden, sollte der Wellenversatz soweit wie möglich kompensiert werden.

KBK Antriebstechnik hat für diese Anforderungen die Gelenkkupplungen KBGK und KBGK-T entwickelt. Die KBGK kompensiert hohen Radial- und Winkelversatz und hat extrem geringe Rückstellkräfte, sodass sich die Lagerbelastung nochmals verringert. Ebenso wie die KBGK ist die KBGK-T durch spezielle Buchsen und Führungen dauerfest, steif und nahezu spielfrei ausgeführt. Beide Kupplungstypen werden hochwertig verarbeitet und bestehen aus Aluminium (Nabe, Innenring) und Stahl (Stifte). Beide Elemente sind drehstarre Kupplungen – sie sind in Umfangsrichtung verdrehsteif und in radialer sowie axialer Richtung nachgiebig ausgeführt.

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Das hohe Ausgleichsvermögen der Gelenkkupplungen eignet sich auch für Anwendungen, in denen sich der auftretende Wellenversatz im Vorfeld nicht genau abschätzen lässt. Metallbalg- und Elastomerkupplungen sind für diese Einsatzgebiete ungeeignet, da sie durch die hohe Belastung schnell abnutzen würden.

Die KBGK wurde speziell für die exakte Befestigung und Positionierung von Linearmotoren entwickelt, etwa in Schweiß-, Schneide- und Biegeanlagen, in der Textilindustrie oder in Werkzeugmaschinen. Je nach Baugröße nimmt die KBGK axiale Kräfte zwischen 200 und 13.000 Newton auf und wird mit Außendurchmessern von 18 bis 100 Millimeter gefertigt. Die KBGK kann auch als Transmissionskupplung zwei Wellen spielarm verbinden.

Der Typ KBGK-T eignet sich für den Einsatz in Servo- und Schrittmotoren und überträgt Drehmomente zwischen zwei und 580 Newtonmeter mit absoluter Genauigkeit, gleicht selbst großen angularen und radialen Versatz zuverlässig aus und kann zwei Wellen fest miteinander verbinden. pb

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