EC-Motoren-Produktion
Ziehl-Abegg feiert Spatenstich in Hohenlohe
Rund 28 Millionen Euro investiert der Ventilatorenhersteller Ziehl-Abegg in ein neues Gebäude für die EC-Produktion im Gewerbepark Hohenlohe (Baden-Württemberg). Bisher werden die energiesparenden Motoren und Ventilatoren weitgehend in Künzelsau im Werk an der Würzburger Straße hergestellt.
„Damit stärken wir Deutschland und insbesondere Hohenlohe als Produktionsstandort“, so Peter Fenkl, der Vorstandsvorsitzende von Ziehl-Abegg, anlässlich des ersten Spatenstichs. "Wir werden hier ein Vorzeigewerk für Industrie 4.0 hinstellen“, betonte der Vorstandschef.
Der Umzug der bestehenden Produktionsanlagen wird Ende 2017 stattfinden. Damit einher geht die Verlegung von 140 Arbeitsplätzen von Künzelsau (Würzburger Straße) in das neue Gebäude. „Natürlich ist eine Verlagerung des Arbeitsplatzes für die Betroffenen oft nicht einfach“, sagt Vorstandschef Fenkl. Daher hat sich das Unternehmen die Entscheidung auch nicht leicht gemacht. Doch der bestehende Standort ist bereits an der Kapazitätsgrenze. Ein weiteres Wachstum ist an diesem Standort nicht möglich. „Und das Wachstum in dieser Sparte ist deutlich absehbar“, so Fenkl. Denn die Vorgaben der Europäischen Union zum Stromverbrauch von Elektromotoren in Ventilatoren werden spätestens im Jahr 2020 nochmals verschärft. Geregelt ist dies in der Ökodesign-Richtlinie, der so genannten ErP-Richtlinie (Energy-related Products). „Wir spüren seit Jahren den Trend zu unseren hocheffizienten Produkten“, sagte der Firmenchef über die positive Umsatzentwicklung, die sich auch im laufenden Jahr 2016 fortsetzt.
Beschäftigtenzahl steigt weiter an
Bereits seit 2003 produziert Ziehl-Abegg im Gewerbepark Hohenlohe Ventilatoren. Dieses Werk für die Herstellung von Radialventilatoren ist 2008 auf rund 19.000 Quadratmeter erweitert worden ist. Das gesamte Areal von Ziehl-Abegg im Gewerbepark umfasst 230.000 Quadratmeter Fläche. Der jüngste Neubau mit dem markanten ZA-Tower hat sich zu einem Hingucker entwickelt. Dort werden seit 2014 auf gut 12.000 Quadratmetern Aufzugsmotoren und Motoren sowohl für die Medizintechnik als auch für Unterwasserfahrzeuge entwickelt und gebaut. Außerdem ist dort die Sparte Ziehl-Abegg Automotive mit dem getriebelosen Radnabenantrieb ZAwheel für elektrische Stadtbusse angesiedelt.

Ziehl-Abegg baut neue Fertigung in Hohenlohe
„Wir rüsten uns für die Zukunft“, verspricht Peter Fenkl, der Vorstandsvorsitzende von Ziehl-Abegg. Da weltweit die Nachfrage nach energiesparenden Ventilatoren und Motoren steigt, baut das Künzelsauer Unternehmen im Gewerbepark Hohenlohe (Baden-Württemberg) ein neues Gebäude für die EC-Produktion.
Die Zahl der Beschäftigten bei Ziehl-Abegg im Gewerbepark Hohenlohe wird damit im kommenden Jahr von bisher 480 auf deutlich über 620 Menschen steigen. Wie viele Arbeitsplätze in welchem Zeitraum im Werk ZA-Kupferzell noch zusätzlich geschaffen werden, ist derzeit noch nicht realistisch absehbar.
Stichwort EC-Motoren
EC steht für „electronically commutated“ (elektronisch kommutiert). Eine solche Motorenart benötigt weniger Strom im laufenden Betrieb, ist aber in der Anschaffung durch die aufwendigere Elektronik teurer.








