Rekordinvestition in F&E
Ventilatorenspezialist Ebm-Papst verzeichnet Umsatzplus
Die Ebm-Papst Unternehmensgruppe, Hersteller von Ventilatoren und Motoren, hat das am 31. März 2015 zu Ende gegangene Geschäftsjahr mit einem Umsatzerlös von 1,573 Mrd. Euro abgeschlossen. Ein Plus von 4,8 Prozent und ein neuer Rekordwert.
Über 105 Mio. Euro hatte der Branchenprimus in den Ausbau seiner weltweiten Kapazitäten und 95 Mio. Euro für Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten investiert.
Wachstumsimpulse kamen vor allem aus den Weltregionen Asien, gefolgt von Amerikas und Europa. Im Bereich seiner Geschäftsfelder erzielte der Technologieführer in sechs seiner acht Hauptbranchen ein erfreuliches Wachstum u.a. bei Luft- und Klimatechnik, Maschinenbau, Kältetechnik, Verkehr und in der Hausgeräteindustrie. Die positive Unternehmensentwicklung schlug sich auch in der Anzahl der neu geschaffenen Arbeitsplätze nieder. Ebm-Papst beschäftigt zum Geschäftsjahresende weltweit 11.954 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr: 11.701 /+253).
Rainer Hundsdörfer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Ebm-Papst Gruppe: „In einem schwierigen weltwirtschaftlichen Umfeld ist es uns gelungen, die internationale Markt- und Technologieführerschaft weiter auszubauen. Unser langfristiger Unternehmensfokus auf Energieeffizienz, Ressourcenschonung und Digitalisierung trifft den Zeitgeist. Diesen werden wir mit Rekordinvestitionen in Forschung und Entwicklung sowie beim Ausbau unserer Kapazitäten weiter verfolgen.“
Ebm-Papst verzeichnete in sechs seiner acht Hauptbranchen ein erfreuliches Wachstum. Mit einem zweistelligen Umsatzplus entwickelten sich die Geschäftsfelder Luft- und Klimatechnik (14,6%) und Distribution (10,4%). Ebenfalls positiv zeigten sich die Segmente Kältetechnik (8,1%), Maschinenbau (7,2%) und Verkehr (3,0%).Sehr erfreulich und wieder auf Wachstumskurs ist die Hausgeräteindustrie (1,3%). Hinter den Erwartungen zurück blieb das Geschäftsfeld Heiztechnik (-5,8%) sowie erneut die IT- und Telekommunikationsindustrie (-6,7%).
Industrie 4.0: Evolution statt Revolution
Bereits seit Jahren hat Ebm-Papst seinen Entwicklungsschwerpunkt neben Energieeffizienz und Ressourcenschonung auf die Digitalisierung seiner Produkte, Prozesse und Produktionen gelegt. Industrie 4.0 bedeutet für den baden-württembergischen Technologieführer eine Evolution und keine Revolution. Industrie 4.0 steht für eine seit Jahren fortschreitende Vernetzung, bei der Mensch, Maschine und Software effizient und produktiv zusammenarbeiten.
Rainer Hundsdörfer bekräftigt: „Unsere Produkte können Industrie 4.0 – ein Ventilator lässt sich jederzeit vernetzen und auch per App steuern. Außerdem haben wir in unserer eigenen Fertigung längst die Weichen für die Zukunft gestellt. So gelten wir bereits seit 2009 als Entwicklungspartner für SAP ME, ein Softwarebaustein, der die Maschinen- und Anlagenproduktivität steuert und hilft, Durchlaufzeiten zu verkürzen. Für den Wirtschaftsstandort Deutschland bzw. Europa ist es zwingend notwendig, dass die öffentliche Hand die Netzstruktur und Datensicherheit sicherstellt. Gerade die Sicherheit der Daten ist eine elementare Voraussetzung. Ein Missbrauch von Daten kann hochgefährlich sein und eine Gesellschaft über Nacht lahmlegen.“
Für das seit 1. April laufende Geschäftsjahr 2015/2016 plant die Ebm-Papst Gruppe mit einem Umsatzzuwachs von 6,3% auf 1.672 Mrd. Euro.
Rekordinvestition in F&E – Technologieführer setzt Marktstandards
Mit 95 Mio. € (Vorjahr 86 Mio. €/+10,4%) erhöhte der Technologieführer erneut seine Ausgaben in Forschung und Entwicklung auf Rekordniveau. Mit rund 6 % des Gruppenumsatzes liegt die Quote weiterhin deutlich über dem im Branchenvergleich üblichen Durchschnitt. Rund 40% seines Umsatzes erzielt Ebm-Papst mit Produkten, die jünger als vier Jahre sind. Das Setzen von Marktstandards durch kontinuierliche Innovationen liegt damit weiterhin im Fokus des weltweiten Marktführers.
Aktuell beabsichtigt der Weltmarktführer bei Ventilatoren und Motoren die Gründung eines eigenen Forschungsinstituts am Campus Künzelsau der Hochschule Heilbronn. Rund 3,5 Mio. Euro sollen in Gebäude und Ausstattung sowie in die Beschäftigung von Professoren und Dozenten fließen. Ziel des Instituts ist der Ausbau der Forschung im Bereich elektrischer Antriebe. Rainer Hundsdörfer betont: „Mit dieser Investition in Wissenschaft und Bildung wollen wir den Hochschulstandort vor unserer Haustür stärken und insbesondere die ‚Agenda Technik‘ in Künzelsau unterstützen. Die Forschung im Bereich Elektromagnetismus ist für uns, aber auch für viele umliegende Unternehmen, sehr wichtig, um die Effizienz der Produkte – wie zum Beispiel Ventilatorantriebe und Motoren – kontinuierlich zu verbessern.“ kf











