Automatica: Durchbruch der smarten Roboter

Eine Chance für Europa

Serviceroboter entlasten den Menschen nicht nur bei gefährlichen Arbeiten, sie sorgen auch für bessere Lebensqualität. Wie die Automatisierungsbranche dieser neuen Technologie begegnet, zeigt die Automatica vom 21. bis 24. Juni 2016 in München.

Sichere Zusammenarbeit von Mensch und Roboter – ganz ohne Schutzzaun: Der Leichtbauroboter LBR iiwa von Kuka soll es möglich werden.

Ein Junge saust durch die Korridore, öffnet Schränke, klaubt Kleider heraus, reißt den Kühlschrank auf und holt sich ein Getränk: ein ungewöhnliches Bild für querschnittsgelähmte Menschen. Doch Jaco macht es möglich: Der sechsachsige Roboterarm mit seiner geschickten Dreifinger-Hand nimmt Alltagsaufgaben ab und gibt ein Stück Selbständigkeit zurück.

Auch in der Produktion sind smarte Leichtbauroboterarme treue Helfer: Besonders dort, wo sich die hohe Produktivität des Roboters mit den sensorischen und kognitiven Fähigkeiten des Menschen kombinieren lässt. Sie nehmen Menschen monotone oder schwere Arbeiten ab und sorgen für bessere Gesundheit und mehr Lebensqualität. Dabei geht es um eine technologische Evolution: „Die Grenzen zwischen Industrie- und Servicerobotik verschmelzen“, berichtet Wilfried Eberhardt, Chief Marketing Officer bei Kuka. Dabei gehören smarte Roboter zur Fabrik der Zukunft. „Es findet ein Technologietransfer statt, der neue Anwendungsmöglichkeiten eröffnet“, so Eberhardt weiter.

Ob der LBR iiwa von Kuka und der YuMi von ABB Robotics oder die Serviceroboter von PAL Robotics und Rethink Robotics: Marktreife Lösungen für die Interaktion zwischen Mensch und Roboter bieten sowohl klassische Industrieroboterhersteller als auch Servicerobotik Firmen und neue Player am Markt.

Anzeige

Im Kern von Industrie 4.0

Die vierte industrielle Revolution hat begonnen, mit einer vernetzten Produktionswelt, flexibel auf veränderte Bedürfnisse reagierend und voll automatisiert. Unverzichtbar darin sind mobile und mit dem Menschen kollaborierende Roboter. Die Industrie 4.0 und die daraus resultierenden Anwendungen sind eine Chance, Europa als Technologieführer und Vorreiter zu etablieren. Ein wichtiger Meilenstein dabei ist die Mensch-Roboter-Kollaboration, die für Ergonomie am Arbeitsplatz und bessere Arbeitsbedingungen sorgt. Servicerobotik Anwendungen können dabei helfen, die Herausforderungen einer alternden Gesellschaft zu meistern.

Wenn Mensch und Roboter direkt zusammenarbeiten

Intelligente Serviceroboter sind im Alltag angekommen. Sie übernehmen komplexe Aufgaben, die sich bisher nicht automatisieren ließen, mit hoher Präzision und qualitativ hochwertig. Sie lassen sich programmieren und sind lernfähig. Dadurch werden sie in unterschiedlichen Projekten eingesetzt, was die Produktivität erhöht. Dank Stereo-Vision und 3D- Sensoren können Roboter ihr Umfeld abtasten und so aufwändige Sicherheitsbarrieren erübrigen. Über Sensoren und Aktoren mit der Umwelt verbunden, werden Roboter zu cyber-physischen Systemen (CPS), die sich immer stärker untereinander und mit dem Internet vernetzen. Das Internet of Things (IoT) vernetzt zukünftig standortunabhängig alle Geräte und Roboter einer automatisierten Produktionskette.

Zukunftspotenzial für Europa

Laut der International Federation of Robotics (IFR) wird der Markt fürprofessionelle Servicerobotik weiterhin wachsen. Bis 2018 dürften gut 150.000 Einheiten verkauft werden und dabei einen Umsatz von rund 20 Milliarden US-Dollar erbringen. Allein im vergangenen Jahr betrug die Wachstumsrate in diesem Bereich 11,5 Prozent. Wichtigste Anwendungen im zivilen Bereich sind Landwirtschaft, Logistik und Medizin.

Die Automatica 2016 will die neuesten Entwicklungen an der Schnittstelle zwischen Industrie- und professioneller Servicerobotik präsentieren. Die Mensch-Roboter-Kollaboration und die technologischen Synergien zwischen Industrie- und Servicerobotik stehen dabei im Mittelpunkt. bw

  • Xing Icon
  • LinkedIn Icon
Anzeige
zurück zur Themenseite
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

80 Prozent B2B-Umsatz

Conrad wächst weiter

Conrad Electronic erwirtschaftet mittlerweile 80% seines Umsatzes mit Geschäftskunden und hat sich erfolgreich vom klassischen Technikhändler zur B2B-Beschaffungsplattform entwickelt. Das Unternehmen will Europas führende Beschaffungsplattform für...

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Jetzt Newsletter abonnieren