Antriebstechnik
Ein Turbo für die Sekundärluft
Mit einem neuen Prinzip des Einblasens von Sekundärluft in die Abgasanlage durch einen mechanischen Turbolader wird die Emissionen beim Kaltstart von Ottomotoren gesenkt. Dabei benötigt dieser Sekundärluftlader weniger als ein Drittel des bislang erforderlichen Bauraums und wiegt nur etwa 300 Gramm. Wie sich bei Prüfstands- und Fahrzeugmessungen zeigte, besitzt der Sekundärluftlader als Strömungsmaschine vor allem bei höheren Gegendrücken eine höhere Förderleistung als eine elektrische Pumpe. Zentrale Bauteile des Sekundärluftladers sind die Laufräder aus thermoplastischem Kunststoff. Eine Wälzlagerung mit Lebensdauerschmierung ermöglicht Drehzahlen von rund 140.000 Umdrehungen pro Minute bei nachgewiesener Bauteilfestigkeit.
Im Dauerlauftest blieben die Laderdrehzahl und der Druck nach dem Verdichter praktisch unverändert und auch die Schwingungsprüfung bei Temperaturzyklen von –20 bis 120o Celsius überstand der Sekundärluftlader ohne Leistungsverlust. Die Akustikprüfung ergab ein neutrales Verhalten im Vergleich zur elektrischen Sekundärluftpumpe. Wegen seiner kompakten Abmessungen kann der Sekundärluftlader gut in das Ansaugsystem integriert werden; zum Beispiel ins Luftfiltergehäuse, an das Motorsaugrohr oder in die Reinluftleitung. Damit entfällt ein Teil der Zuleitungen und Halterungen, der zusätzliche Platzbedarf ist gering.st









