Antriebstechnik
Wegmesssung per Seilzug
Mit Hilfe von Seilzügen können Längsbewegungen – in Verbindung mit einer elektronischen Sensorik – in proportionale elektrische Signale umgesetzt werden. Bei der Miniatur-Bauform SWJ mit den Maßen 30 mal 30 mal 52 Millimeter wird die Bewegung eines Seils auf eine vorgespannte Messtrommel übertragen, die ihrerseits über eine Spindel den Kern eines induktiven Sensors bewegt. Das daraus resultierende Signal ist proportional zur Auszugslänge des Seils. Die wesentlich größeren Seilzüge der Serie SWF arbeiten ebenfalls nach dem Prinzip der vorgespannten Messtrommel, auf die das Seil Windung für Windung aufgewickelt wird. Die Drehungen der Trommel werden unmittelbar auf einen Drehgeber übertragen. Dabei kann man zwischen inkrementalem Signalausgängen mit nachfolgender Zählung der Impulse (und der daraus abzuleitenden Länge des Messweges) oder der Umwandlung in eine absolute Größe durch Multitour-Winkelcodierer wählen. Der besondere Vorteil der letzten Methode besteht darin, dass der aktuelle Positionswert mit Bezug auf einen festen Nullpunkt immer reproduziert werden kann. Auch nach einer Betriebsunterbrechung ist das der Fall. Eine Referenzfahrt wie bei der inkrementalen Messung ist also nicht erforderlich. Weil Winkelcodierer mit verschiedenen Ausgangsschnittstellen lieferbar sind, kann die Auswahl in Anpassung an vorhandene Steuerungssysteme erfolgen. Analogausgänge wie Null (vier) bis 20 Milliampere oder Feldbus-Interfaces stehen zur Verfügung. Viele Einsatzgebiete finden sich in der Handhabungs- und Lagertechnik, aber auch im allgemeinen Maschinenbau. Einige Bespiele hierfür sind Hebebühnen, Palettensysteme und Ablängeinrichtungen für Rohre und Profile. gm









