Antriebstechnik
Zentral – dezentral
Dezentrale Antriebstechnik: Modeerscheinung oder wirtschaftliche Alternative? Unter dieser Frage stand ein Vortrag des Technologieforums von Danfoss. Bei zentralen Konzepten ist die Steuerung im Schaltschrank untergebracht. Im Gegensatz dazu befindet sie sich bei dezentralen Lösungen motornah oder motormontiert. Die sich daraus ergebenen Einsatzgebiete können zum Beispiel modulare Maschinenkonzepte, Industrieanlagen mit großer Ausdehnung oder Anlagenerweiterungen sein.
Eine dezentrale Lösung der Hersteller aus Offenbach heiß FCD 300. Bei diesem System kann man die Diagnose und Parametrierung während des Betriebs vornehmen und die Bedienung ist identisch mit den angebotenen Schaltschränken des Unternehmens. Das erleichtert die Handhabung genauso wie die verschiedenen LEDs die im Gerät integriert sind und so zur schnellen Fehlerdiagnose dienen können. Im Falle eines Falles ermöglicht dann die steckbare Elektronik den einfachen Austausch. Als Option gibt es einen Reparaturschalter, mit dem sich die Steuerung vor Ort abschalten lässt. Das Gerät mit der Schutzart IP 66 kann man im Leistungsbereich von 0,37 kW bis drei kW ordern und es hat serienmäßig vier Datensätze sowie einen integrierten Prozessregler. Eine Überlast von 160 Prozent ist 60 Sekunden lang und ein Anlaufmoment von 180 Prozent 0,5 Sekunden lang möglich, dabei erfolgt der thermische Motorschutz über einen Thermistor. Bei den Ein- und Ausgängen gibt es unter anderem einen frei programmierbaren Digitalaus- (24 mA) und fünf frei programmierbare Digitaleingänge.
Als ein Fazit des Forums sehen die Hersteller aus Offenbach im Bereich der Antriebsteuerung den Trend in Richtung Kombination aus zentraler und dezentraler Technik. So kann man intelligente Konzepte zur Reduzierung des Montage- und Inbetriebnahmeaufwands verwirklichen.Guido Matthes









