ABB kooperiert mit Remondis beim Recycling von Motoren
Konzept zur Kreislaufwirtschaft auf der SPS 2023
ABB Motion hat in Deutschland mit dem Recyclingunternehmen Remondis eine Partnerschaft abgeschlossen, die es den Kunden des Technologiekonzerns ermöglicht, ihre alten Elektromotoren auf umweltfreundliche Weise zu recyceln. Das Konzept wird zur SPS 2023 in Halle 4 am Stand 420 vorgestellt.
Die durch das Recycling gewonnenen kohlenstoffarmen Metalle werden für die Produktion neuer, hocheffizienter ABB-Elektromotoren mit einem signifikant niedrigeren CO2-Fußabdruck verwendet. Das Recyclingangebot gilt für Niederspannungs- und Mittelspannungsmotoren gleichermaßen, unabhängig von der Spannungsklasse und der Leistung.
Mit dieser Partnerschaft bekräftigt ABB das Ziel, in der Industrie eine Führungsrolle in der Kreislaufwirtschaft einzunehmen. Laut der Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens sollen bis 2030 mindestens 80 Prozent der Produkte und Lösungen von ABB nach den Grundsätzen der Kreislaufwirtschaft behandelt werden. Auf diesem Weg sollen die Treibhausgasemissionen reduziert und der Übergang zu einer stärker kreislauforientierten Wirtschaft vorangetrieben werden.
Motor-Entsorgung jetzt Teil des ABB-Angebots
„Mit dem neuen Angebot können wir unseren Kunden jetzt Lösungen entlang des gesamten Lebenszyklus von Motoren aus einer Hand anbieten – inklusiver der Entsorgung“, erklärt Dr. Frank Simon, Leiter der Energieeffizienz bei ABB Motion in Deutschland. „Der Ersatz von alten, weniger energieeffizienten Motoren durch neue hocheffiziente Motoren leistet zugleich einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.“
Hocheffiziente Motoren zählen zusammen mit Frequenzumrichtern zu den ABB-Technologien mit dem größten Energieeffizienzpotenzial. 45 Prozent des weltweiten Stromverbrauchs gehen auf das Konto von Elektromotoren in der Industrie und Gebäuden. Schon mit kleinen Effizienzsteigerungen lassen sich in diesen Bereichen enorme Mengen Energie und damit CO2 einsparen. Darüber hinaus zeigen Berechnungen, dass durch das Recycling von zehn Tonnen Motoren beispielsweise 30 Tonnen CO2, 300 Megawattstunden Energie und 91.000 Kubikmeter Wasser eingespart werden. Zum Vergleich: 300 Megawattstunden Energie werden benötigt, um ein durchschnittliches Einfamilienhaus 16 Jahre lang zu beheizen, und mit 91.000 Kubikmeter Wasser könnte man 36 olympische Schwimmbecken füllen.
ABB-Motoren zu 98 Prozent wiederverwertbar
Elektromotoren bestehen fast komplett aus wiederverwertbaren Metallen. ABB-Motoren beispielsweise sind bis zu 98 Prozent wiederverwertbar. Mit dem Recyclingkupfer, -aluminium und -stahl lassen sich im Vergleich zur Neuproduktion von Metallen Energieeinsparungen zwischen 75 und 95 Prozent erreichen.
Mit Remondis hat ABB einen Partner an der Seite, der große Erfahrung im Recycling von alten Elektromotoren hat und über ein leistungsfähiges Verwertungsnetzwerk innerhalb der Remondis-Gruppe sowie über ein breites Netzwerk an Recyclingstandorten bundesweit verfügt. Eine Tochtergesellschaft von Remondis hat gemeinsam mit ABB Niederlande ein vergleichbares Recyclingkonzept für Elektromotoren erfolgreich in den Niederlanden etabliert, das an die Anforderungen in Deutschland adaptiert wurde.
Remondis-Nachhaltigkeitszertifikat gilt als Beleg
Remondis verpflichtet sich, das recycelte Metall an ausgewählte Metallaufbereiter abzugeben, von denen die ABB ihre Metalle für die Motorenproduktion bezieht. Aufgrund des hohen Recyclinganteils haben die Metalle einen geringen CO2-Fußabdruck. Ein Remondis-Nachhaltigkeitszertifikat belegt, welche Einsparungen bei den Primärrohstoffen, Energieverbräuchen und CO2-Emissionen im Zuge der Entsorgung beziehungsweise Verwertung erzielt wurden. Das Zertifikat kann den teilnehmenden Unternehmen als beglaubigter Nachweis für ihre Nachhaltigkeitsbemühungen dienen.












