Messe für Schleiftechnik

Melanie Steinbeck,

GrindingHub 2026 meldet volle Hallen und setzt auf neue Dialogformate

Trotz eines anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfelds mit steigenden Energie- und Materialkosten, volatilen Märkten und geopolitischen Unsicherheiten zeigt sich die Schleiftechnikbranche bemerkenswert robust: Die GrindingHub 2026 ist ausgebucht. Vom 5. bis 8. Mai präsentieren rund 460 Aussteller aus 28 Ländern in Stuttgart ihre neuesten Entwicklungen und Lösungen.

© VDW

Damit erreicht die Messe mit drei vollständig belegten Hallen ein Niveau auf Augenhöhe mit der Veranstaltung im Jahr 2024 – ein deutliches Signal in Zeiten anhaltenden Innovations- und Effizienzdrucks. „Die hohe Beteiligung der Aussteller ist ein starkes Signal für die GrindingHub. Sie zeigt, dass die Branche den Austausch sucht, Lösungen vorantreibt und nach vorne blickt. Das sollte der gesamten Branche Mut machen“, erklärt Dr. Markus Heering, Geschäftsführer des Veranstalters VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken).

Neues Forum rückt Praxis in den Mittelpunkt

Erstmals setzt die GrindingHub mit dem neu konzipierten Grinding Solution Forum einen klaren inhaltlichen Schwerpunkt auf praxisnahe Wissensvermittlung. Das Format zielt darauf ab, konkrete industrielle Herausforderungen mit direkt anwendbaren Lösungsansätzen zu verknüpfen. Der Aufbau folgt dabei dem Prinzip Herausforderung – Lösung – Erkenntnis.

Thematisch deckt das Forum ein breites Spektrum ab: von Prozessstabilität und Qualitätssicherung über Automatisierung sowie Daten, Digitalisierung und KI bis hin zu Fragen der Wirtschaftlichkeit und zukünftigen Entwicklung der Schleiftechnik. Neben kompakten Vorträgen stehen insbesondere interaktive Co-Creation-Workshops im Fokus, in denen Aussteller gemeinsam mit dem Fachpublikum Lösungsansätze erarbeiten.

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Zu den beteiligten Unternehmen und Organisationen zählen unter anderem Anca, Cemecon, FDPW, GMN, Hirt-Line, Dr. Kaiser, Meister Abrasives, Neuron Soundware, NPiTec, Rimon Technologies, Quaker Houghton, Vibrocut und Wirth. „Wir wollen ein Forum schaffen, das bewusst anders funktioniert als klassische Vortragsprogramme – näher an den Herausforderungen der Anwender und mit echtem Mehrwert für alle Beteiligten“, so Heering.

Gemeinschaftsstände fördern Austausch und Technologietransfer

Ergänzt wird das Messekonzept durch mehrere thematisch ausgerichtete Gemeinschaftsstände, die Industrie, Forschung und Start-ups gezielt vernetzen. Dazu zählen das Startup Hub, der Grinding Solution Park Industry und Wissenschaft sowie der Grinding Pavillon Switzerland – alle bereits seit Wochen vollständig ausgebucht.

Im Grinding Solution Park Industry stehen konkrete industrielle Anwendungen im Vordergrund, während im Bereich Wissenschaft fünf Forschungseinrichtungen aktuelle Entwicklungen und Transferpotenziale präsentieren. Ein Beispiel für praxisnahe Umsetzung liefert die Konnektivitätsinitiative umati (universal machine technology interface), die mittels Live-Demonstrationen zeigt, wie herstellerübergreifende Maschinen- und Produktionsdatenkommunikation auf Basis von OPC UA realisiert werden kann – etwa beim standardisierten Energie-Monitoring oder der Vernetzung von Maschinen und Betriebsmitteln.

Startup Hub: Plattform für junge Unternehmen

Das Startup Hub bietet sieben jungen Unternehmen aus Deutschland, Tschechien und der Schweiz eine Plattform, um ihre Technologien einem spezialisierten Fachpublikum vorzustellen. Unter dem Motto „Meet the Founders. Innovation starts with Conversation.“ steht dabei der direkte Austausch im Vordergrund. „Wir sehen hier eine ausgezeichnete Möglichkeit, unsere Technologie einem hoch spezialisierten Fachpublikum aus der Schleiftechnik vorzustellen und damit konkrete Lösungen für bestehende Herausforderungen aufzuzeigen“, sagt Dr. Oliver Georgi, Geschäftsführer des Startups Vibrocut. Deutsche Start-ups profitieren zusätzlich von einer Förderung des BMWE im Rahmen des Programms „Young Innovators“.

Mit dem Grinding Pavillon Switzerland wird das Angebot um eine internationale Komponente erweitert: Fünf Schweizer Unternehmen präsentieren dort gemeinsam ihre Lösungen und unterstreichen die Innovationskraft sowie die globale Vernetzung des Werkzeugmaschinenbaus.

Klare Positionierung als Leitplattform

Mit ausgebuchten Ausstellungsflächen, neuen dialogorientierten Formaten und gezielten Plattformen für Innovation und Technologietransfer unterstreicht die GrindingHub 2026 ihren Anspruch, eine international führende Plattform der Schleiftechnik zu sein – und setzt zugleich ein starkes Signal für die Zukunftsfähigkeit der Branche.

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