28 Azubis mit Abschluss bei Rittal
Dem Roboter Beine gemacht
Bei der Verabschiedung der ausgelernten Azubis der Friedhelm Loh Group zeigten die neuen Fachkräfte, dass sie für die Arbeit in der zunehmend digitalisierten Industrie gewappnet sind.
In ihren Abschlussprüfungen hatten sie Roboter umgebaut, Maßnahmen zur Steigerung der Produktivität entwickelt und digitale Prozesse optimiert. Großes Lob erhielten sie dafür von Ausbildungsleitung und Geschäftsführung des mittelhessischen Familienunternehmens.
Dass auch Roboter mal zu langsam und umständlich agieren können, hatte Daniel Grebe schnell festgestellt. Der Mechatroniker hat mit seinen gewerblich-technischen, kaufmännischen und IT-Kollegen vor kurzem seine Ausbildung beendet und bei seiner Abschlussarbeit eben dieses Problem mit Kreativität und Geduld gelöst. Jetzt ist sein Partner, eine Waagerechtschweißanlage, rund zehn Sekunden schneller pro Vorgang, braucht weniger Fahrweg von einem Produkt zum nächsten und steigert damit jeden Tag die Produktivität des Werks. „Ein tolles Ergebnis“, findet Ausbildungsleiter Matthias Hecker: „Hinter dem Projekt steckt eine Menge Wissen, Planungsaufwand und Engagement. Das war eine echte Herausforderung, die hervorragend gelöst wurde.“ Mit ihrem tiefgreifenden Verständnis für die Prozesse in den jeweiligen Unternehmen, sind die jungen Menschen ein wirklicher Gewinn für die Friedhelm Loh Group. 23 von 28 ausgebildeten Fachkräften in der Unternehmensgruppe wurden an den verschiedenen Standorten von Rittal, Loh Services, Stahlo und Eplan übernommen.
Rund 200 Auszubildende lernen und arbeiten in der Friedhelm Loh Group. Die Themen, mit denen sie sich in ihrer Ausbildung beschäftigen, reichen vom Schaltschrankbau über energieeffiziente Klimatisierung bis hin zur Mensch-Maschine-Kommunikation in der Industrie 4.0. Dabei spielt die frühzeitige Übernahme von Verantwortung eine große Rolle. bw









