Additive Fertigung
Rapidtech lädt zum Konstrukteurstag
Seit 2004 ist die Rapidtech zu einem der führenden Treffpunkte für die sich rasant entwickelnde Querschnittstechnologie Additive Manufacturing (AM) geworden. „Mit generativen Fertigungsverfahren lassen sich Geometrien und Bauteile realisieren, die mit konventionellen Technologien nicht oder nur sehr aufwändig herstellbar sind. Ein Beispiel sind belastungsgerecht ausgelegte Konstruktionen von Werkstücken und Komponenten. Der Einsatz von Additive Manufacturing erfordert allerdings spezielles Know-how, da herkömmliche Konstruktionsprinzipen häufig nicht angewendet werden können.
Mit der neuen Designfreiheit beschäftigt sich der Vortrag von Keynote-Speaker David Hayward: Bentley Motors – 3D Printing, Creativity & the Future. Er zeigt darin unter anderem auf, welche kreativen Potenziale sich durch den Einsatz generativer Fertigungsverfahren bei der Herstellung von Kleinserien exklusiver Fahrzeuge ergeben und wie sie ausgeschöpft werden können. Unter dem Motto „Besonderheiten bei der Umsetzung von Produktideen mittels Additive Manufacturing“ beschäftigt sich eine Vortragssession beispielsweise mit dem 3D-Druck und den Rechten Dritter. Des Weiteren geht es um die Verbesserung der Oberflächenrauheit und die Reduktion oberflächennaher Fehlstellen bei Hochleistungs-SLM-Bauteilen. Erfolgreiche Anwendungen des Additive Manufacturing unter konstruktiven und werkstofftechnischen Gesichtspunkten werden ebenfalls vorgestellt. So beispielsweise die Herstellung dünnwandiger Aluminiumbauteile mittels selektivem Laserschmelzen und Technologien zur generativen Fertigung keramischer Bauteile. Darüber hinaus befasst sich der Konstrukteurstag mit den Potenzialen für Rapid Product Development und Rapid Manufacturing.
Additive Manufacturing in der Praxis
Neben dem Konstrukteurstag wird es Fachforen zum Einsatz von AM in der Luftfahrt, Medizin- und Dentaltechnik, eine Anwendertagung und ein Forum der Fraunhofer-Allianz Generative Fertigung geben. Denn AM hat das Stadium des reinen Entwicklungstools inzwischen weit hinter sich gelassen. Generative Fertigungsverfahren werden immer häufiger und in immer mehr Branchen als Herstellungstechnologien eingesetzt. Entsprechend beschäftigt sich die Kongressmesse Rapidtech nicht nur mit den technologischen Seiten des AM. Sie fokussiert auch Aspekte wie Reproduzierbarkeit, Kontrolle und Sicherung der Bauteilqualität sowie rechtliche Fragen.
Parallel zur Rapidtech feiert die Fab-Con 3D Premiere. Die Veranstaltung soll dem aktuellen Hype rund um Fabber, Maker und 3D-Drucker erstmals im deutschsprachigen Raum eine angemessene Plattform bieten. Den Besucher erwarten neben einem kreativen Workshop- und Vortragsprogramm eine umfassende Ausstellung sowie ein abendliches Get-together. Rund 25 Aussteller – vom Hersteller kommerzieller 3D-Drucker bis zu den Betreibern von Hackerspaces – werden die aktuellen Trends und Errungenschaften dieses Milliardenmarktes präsentieren. -sg-
Messe Erfurt GmbH, Erfurt, Tel. 0361/400-1500, http://www.rapidtech.de








