Additive Fertigung
Einen neuen Unterbau
erhielt die Software Teamcenter 2007 von UGS, die nach der Übernahme durch Siemens als Siemens PLM Software firmieren. Grundsätzlich handelt es sich dabei um ein Programm für das Produktdaten Management. Der Hersteller spricht allerdings von PLM-Software, da diese die Basis für das Product Lifecycle Management (PLM) darstellt. Diese bildet sozusagen die digitale Plattform für den gesamten Lebenszyklus aller Informationen zu Produkten von der Entwicklung bis zur Entsorgung.
Mit „neuer Unterbau“ ist in diesem Fall eine neue Software-Architektur auf Basis von SOA gemeint – übrigens die branchenweit erste einheitliche Architektur. Die Service-orientierten Architektur (SOA) soll ein einfach zu bedienendes User-Interface bieten und laut Anbieter die Betriebskosten der PLM-Software senken. Ein Aspekt davon ist die neue Entwicklungsumgebung (Business Modeler Integrated Development Environment - BMIDE) von Teamcenter. Mit der lässt sich die Software in größerem Umfang konfigurieren, statt sie durch Programmierung anzupassen. Durch Vorlagen und schnelle Server-Synchronisation lassen sich die Anpassungen zudem schnell auf verteilte Standorte übertragen. Die Gestaltung der Programmoberfläche und die Nutzerführung orientieren sich an Microsoft-Applikationen.
Um grobe Schnitzer bei der Entwicklung einer so umfassenden Software rechtzeitig zu beheben, hat eine ausgewählte Kundengruppe in den letzten Monaten im Rahmen des Leadership Programms die Lösung bereits in ihrem Produktionsumfeld eingesetzt. Dies brachte dem Hersteller nach eigener Aussage Erkenntnisse darüber, wie die SOA-Implementierung unterschiedliche Aufgaben für die Kunden vereinfacht. Neben einer schnellen Implementierung soll Teamcenter 2007 noch einfacher anzuwenden sein, was zu geringeren Betriebskosten führt. Die Gestaltung des User-Interfaces und die Nutzerführung orientieren sich an Microsoft-Applikationen. Einer dieser Pilotkunden ist Bosch und Siemens Hausgeräte (BSH). „Ich denke, dass wir unsere gesamten Betriebskosten senken können, indem wir durch das Windows-ähnliche User-Interface von Teamcenter 2007 Schulungskosten einsparen“, sagt Matthias Bronowski, Project Manager bei BSH. „Gerade in asiatischen Regionen wird das sehr nützlich sein, denn dort wachsen wir sehr schnell und stellen viele neue Leute ein. Es ist wichtig, diese neuen Mitarbeiter rasch auf den neuesten Stand zu bringen.“ BSH muss Daten an fast 40 verschiedene Forschungs- und Entwicklungsabteilungen weltweit verteilen und jede Person in diesen Abteilungen immer auf dem aktuellen Stand bezüglich neuester Produktinformationen halten. Als einzige Quelle für diese Informationen stellt Teamcenter 2007 mehr oder weniger das Rückgrat und die Relaisstation dar; somit bekommt jeder die Information, die er für den jeweiligen Prozess gerade benötigt. sg








