Radnaben

Produktionsverfahren erweitert

Die weithin bekannte Hirschvogel Automotive Group verfügt über eine recht breite Kompetenz in der umformenden und zerspanenden Herstellung von Radnaben aus verschiedenen Werkstoffen. Sie werden für unterschiedliche Lagergenerationen, von rotationssymmetrischen bis hin zu höchst gewichtsoptimierten Geometrien ausgeliefert – als Umformteil oder einbaufertig.

All diesen Radnaben ist bisher allerdings gemeinsam, dass sie in der Warmumformung hergestellt werden. Vor kurzem aber hat das Unternehmen das Spektrum seiner Produktionsverfahren erweitert und eine Radnabe entwickelt, die mit einem Verfahren der Halbwarmumformung hergestellt wird.

Das hat einige ganz entscheidende Konsequenzen: Das Werkstoffgefüge ist nach der Halbwarmumformung sehr feinkörnig. Das Unternehmen nennt hier Korngrößen ASTM 7 bis hin zu feinstkörniger 10. Das ist insbesondere für nachfolgende Induktivhärtevorgänge sehr vorteilhaft, denn: Der Austenitisierprozess verkürzt sich und der entstehende Martensit ist feinnadeliger.

Durch die besseren Toleranzen der Halbwarmumformung gegenüber der Warmumformung können Aufmaße reduziert und die Bearbeitung kostensparender gestaltet werden. An einigen Geometrien können Weichbearbeitungsschritte eingespart und nur nach dem Härten Hartbearbeitungsschritte angesetzt werden. ms

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