Leitende Dichtung
Elektrostatische Aufladung in Elektrofahrzeugen vermeiden
Von Freudenberg Sealing Technologies gibt es eine Dichtung für Hybrid- und Elektrofahrzeuge, die Ströme gezielt ableiten kann und daher vor elektrostatischer Aufladung schützt. Und das ist gut so, denn die in Plug-in-Hybridfahrzeuge eingesetzten Elektromotoren haben eine Betriebsspannung von etwa 400 Volt und befinden sich in der Regel anstelle eines hydrodynamischen Wandlers auf der Eingangswelle des Automatikgetriebes.
Eine gute Abdichtung muss an dieser Stelle mehr leisten, als den elektrischen Teil des Antriebs vor Verschmutzung durch Getriebeöl zu schützen. Weil: Im Motor kann sich zwischen dem Gehäuse und der Welle ein elektrisches Potenzial aufbauen, das im Extremfall zu unkontrolliertem Stromfluss und Schäden führen könnte. Ein klassischer Dichtring aus Elastomeren wirkt jedoch isolierend und kann daher aufgebaute elektrische Potenziale nicht ableiten.
Die leitende Getriebedichtung wirkt wie ein Blitzableiter. Strom wird durch ein auf die Dichtung aufgebrachtes leitfähiges Vlies gezielt vom Gehäuse auf die Welle geleitet, so dass elektrostatische Aufladung erst gar nicht entstehen kann. Diese serienreife Lösung erspart es dem Automobilhersteller, den Potenzialausgleich durch teure Zusatzelemente wie verschleißende Kohlebürsten herzustellen. Sie kann nicht nur in Plug-in-Hybridfahrzeugen, sondern auch in den – einfacher aufgebauten – Getrieben für batterieelektrische Fahrzeuge verwendet werden.
Neben der leitenden Dichtung entwickelt Freudenberg weitere Dichtelemente für den Einsatz in Hybrid- und Elektrofahrzeugen. So zum Beispiel eine Rahmenflachdichtung für Batteriegehäuse oder eine Plug&Seal-Dichtung mit Sensor, die im Thermomanagement der Batterie zum Einsatz kommt. Im Elektromotor und im Inverter verhindern atmungsaktive Druckausgleichselemente Kontaktkorrosion. ms









