Industrie 4.0

Trumpf baut Demofabrik in Chicago

Der Werkzeugmaschinen- und Laserhersteller Trumpf baut in Chicago eine Demonstrationsfabrik, in der - anders als in den klassischen Vorführzentren der Gruppe -  der Schwerpunkt nicht auf Einzelmaschinen liegt, sondern auf dem gesamten Kundenprozess mit Material- und Informationsfluss.

Trumpf demonstriert auf 5.500 Quadratmetern das Zusammenspiel von Menschen, Maschinen, Lagern, Automatisierung, Software und Industrie 4.0-Lösungen.

Die gesamte „Prozesskette Blech“ von der Beauftragung eines Blechbauteils über die Konstruktion und Herstellung bis zur Auslieferung ist nach modernsten Gesichtspunkten intelligent verkettet.

In Chicago entsteht derzeit eine Industrie 4.0-Demonstrationsfabrik für die TRUMPF Gruppe.

Der neue Standort soll auf etwa 5.500 Quadratmetern das Zusammenspiel von Menschen, Maschinen, Lagertechnik, Automatisierung, Software und Industrie 4.0-Lösungen demonstrieren.

In einem „Control Center” bekommen die Besucher Echtzeit-Informationen zu Materialfluss, Maschinen-Performance und anderen Prozesskennzahlen.

Die Industrie 4.0-Angebote sind bei Trumpf unter dem Namen TruConnect subsummiert. In Chicago werden alle wesentlichen TruConnect-Bausteine Verwendung finden, so dass eine ganzheitliche Demonstrationsproduktion im Sinne von Industrie 4.0 entsteht. Die Fertigungslinie ist so aufgesetzt, dass sich komplette reale Produktionsprozesse durchführen lassen – das bedeutet: Kunden können bei Trumpf in Chicago eigene Aufträge einlasten. Die Demofabrik mit ihren zunächst etwa 30 Mitarbeitern richtet sich an alle Blechbearbeiter, Kernzielgruppe sind vor allem kleine und mittlere Lohnfertiger, die bei der digitalen Vernetzung noch am Anfang stehen. Ihre Anforderungen und die Erkenntnisse aus der Produktion werden in den Entwicklungsbüros vor Ort gesammelt und den zentralen F&E-Bereichen der Trumpf Gruppe zur Verfügung gestellt. Wichtig sind in diesem Zusammenhang auch Erfahrungen mit komplett neuen Industrie 4.0-Geschäftsmodellen wie etwa Kapazitätspooling, die sich in der voll vernetzten Fabrik systematisch sammeln lassen.

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Warum Chicago?

Die neue Demofabrik liegt nicht nur idyllisch an einem See, sondern auch sehr verkehrsgünstig in der Nähe des internationalen Flughafens O’Hare in Chicago.

Der Standort der neuen Demofabrik ist mit Chicago bewusst im Zentrum des nordamerikanischen Marktes für Blechbearbeitung gewählt. Rund 40 Prozent der gesamten blechbearbeitenden Industrie befinden sich in den direkt umliegenden Staaten. Die Nähe zum zweitgrößten Flughafen der USA macht die neue Trumpf Niederlassung amerika- und auch weltweit gut erreichbar. Trumpf Chicago ist als internationales Kompetenzzentrum für Industrie 4.0-Lösungen konzipiert, mit einer dafür maßgeschneiderten Architektur: Das „Control Center” – eine Schaltzentrale mit großen Displayflächen – stellt den Besuchern in Echtzeit verschiedene Prozesskennzahlen zur Verfügung. Einen Blick aus der Vogelperspektive bietet ein Laufsteg, der die 55 Meter lange Halle überspannt und es ermöglicht, die Produktionsanlagen mit ihrem Material- und Informationsfluss als Gesamtsystem zu begreifen. Der so genannte Skywalk ist Teil der frei tragenden Deckenstruktur, die von einem Trumpf Kunden in Atlanta gefertigt wird. Entworfen wurde die Demofabrik, deren Baukosten mit etwa 13 Millionen Euro veranschlagt sind, vom Berliner Architekturbüro BarkowLeibinger. Die Eröffnung ist für Sommer 2017 geplant.

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