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Artikel und Hintergründe zum Thema

Spanndorn

Zentrifugalkräfte im Griff

Mit einem patentierten System für die industrielle Teilereinigung ist das Unternehmen Ott in eine große Bedarfslücke gestoßen. Integrierbar in ein flexibles Maschinenkonzept haben die Spülstationen mit Rundtaktprinzip dem Unternehmen bereits bedeutende Aufträge verschafft. Teil der Stationen sind Spannsysteme von Röhm. Sie sorgen dafür, dass alle Teile trotz hoher Zentrifugalkraft sicher gehalten werden.

Greifer und Spannlösungen von Röhm tragen dazu bei, dass die Werkstücke zuverlässig gegriffen, gespannt und sicher gehalten werden.

Waschen, schleudern, legen - Das Reinigen von Teilen realisiert Ott Sonderkonstruktionen und Prototypenbau in Rottweil durch zentrifugale Prozesse sowie optional mit Spülkammern und Hochdruckreinigung. Die Zentrifugen reinigen ohne Wasser oder Chemikalien rein physikalisch. Sie lassen sich automatisch bestücken und drehen bis zu 6000 U/ min. Dabei werden ungewünschte Reststoffe, wie Schmieröl oder Kühlwasser, vorheriger Bearbeitungsschritte von den Werkstücken abgeschleudert. Nach dem Schleudervorgang verbleibt dennoch ein Restölfilm auf dem Teil. Ein großer Vorteil, denn dadurch entfällt die Konservierung der Bauteile für den Versand. Abgeschleuderte Reststoffe werden rückgeführt und wieder im Fertigungsprozess verwendet. Weiterhin können Teile mit komplexen Geometrien auch abgesaugt werden. Alternativ lassen sich auch CO2 -Trockeneis-Reinigungsverfahren mit anschließenden optischen oder taktilen Messverfahren integrieren. Damit machen OSK Maschinen die Produktion im Maschinenbau schneller und wirtschaftlicher, weil ganze Prozessschritte sowie Wege- und Lagerzeiten entfallen. Darüber hinaus ist der Reinigungsvorgang ökologisch sauber. Durch das Rundtaktprinzip ist die Anlage sehr kompakt konstruiert und lässt sich mit bis zu acht Stationen bestücken. Die Ein- und Aus- beziehungsweise Übergabestationen können so gestaltet werden, dass sich die kompakte Anlage gut in eine Fertigungslinie integrieren lässt. Und dabei können die Maschinenkonzepte viel mehr als nur Reinigen. So lassen sich auf engstem Raum auch weitergehende Funktionen realisieren wie beispielsweise Späne aus Bohrlöchern entfernen, Bohrerbruch feststellen oder steckengebliebene Bohrerstücke identifizieren und entfernen. "Wir können sogar Teile nachbearbeiten und Fräs-, Senk- oder Bohroperationen integrieren", betont Ralf Ott, Gründer und Inhaber des Unternehmens. Der Maschinenbautechniker erwähnt auch Bürst- oder Entgratvorgänge, die Kunden gerne nutzen.

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Spannlösungen von Röhm Spanntechnik tragen dazu bei, dass die Werkstücke zuverlässig gespannt und sicher in den verschiedenen Stationen gehalten werden. Beispielsweise bei einem bedeutenden Zahnradhersteller. Dieser nutzt das Know-how aus Rottweil, um seine Produkte aus speziellen Messinglegierungen vollautomatisiert endbearbeiten zu lassen. So werden Zahnräder für Getriebe auf einer Ott-Entgratstation gebürstet. Ein federbetätigter Spanndorn, der pneumatisch geöffnet werden kann, spannt die Werkstücke sicher. Als Standardprodukt wird der Spanndorn eigentlich mit einem Zugrohr betätigt. Das genügte dem Maschinenbautechniker Ott jedoch nicht. Also wurde die Standardlösung umgebaut. Anschlag und Spanndorn lassen sich zudem tauschen. Mit einem Spanndurchmesser von 10–21 Millimeter und einer optionalen Hydraulikspannung mit bis zu 60 bar Druck ist der Kunde flexibel genug, um die unterschiedlichen Produktvarianten aufzunehmen.

Sicher in der Zentrifuge

Die Herausforderung für die Spann-Experten war die große Spannkraft bei geringer Spannfläche. Fachberater Frank Stier bringt es auf den Punkt: „Das Bürsten, vor allem aber auch das Schleudern mit den hohen Drehzahlen, erfordert große Spannkräfte, ohne dass das Werkstück vollumfänglich gegriffen werden kann.“ Die hohen Drehzahlen beim Schleudern sind notwendig. Nicht nur wegen der benötigten „Schleuderkräfte“, sondern auch, damit die geforderte Zykluszeit von 30 Sekunden eingehalten werden kann. Auf vier Stationen werden die Messingzahnräder nun beladen, gebürstet, gespült, geschleudert und schließlich aus der Fertigungslinie an den Versand übergegeben. Vor allem das Bearbeitungsöl der vorausgegangenen Fertigungsmaschine muss sicher entfernt werden. Nach dem Schleudervorgang bleibt dennoch ein dünner Restölfilm am Produkt haften. Das ist gewollt, denn dadurch sind die Produkte beim Transport vor Verschmutzung oder Korrosion geschützt. ee

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