Zerspanen

Zutrittskontrolle gesamtheitlich betrachten

Die Zutrittskontrolle ist mitunter eine komplexe Aufgabe, die heute meist durch den Einsatz eines Online-Systems gelöst wird. Die Integration von Offline-Komponenten muss allerdings gewährleistet sein.

Zur Realisierung einer Schließanlage gibt es vier Möglichkeiten: mechanische Anlagen, elektronische Offline- und Onlinesysteme sowie die Kombination aus beiden. Welcher Anlagentyp eingesetzt wird, richtet sich nach den objektspezifischen Anforderungen und nach Kostenargumenten. Dabei gilt es, die Leistungsfähigkeit eines Systems mit den notwendigen Anfangsinvestitionen und den Folgekosten ins Verhältnis zu setzen.

Mechanische Lösungen etwa zeichnen sich gegenüber elektronischen durch geringe Anschaffungskosten aus. Bei Schlüsselverlust oder bei der Umnutzung von Räumen entstehen jedoch Mehrkosten. Wichtige Funktionen wie die zeitbegrenzte Vergabe von Zutrittsberechtigungen oder das Protokollieren von Schließvorgängen lassen sich mit mechanischen Schließlösungen nicht realisieren. Viele Unternehmen bevorzugen deshalb heute elektronische Zutrittslösungen. Aber auch bei den elektronischen Systemen gibt es Leistungs- und Kostenunterschiede: So bieten Online-Systeme ein höheres Sicherheitsniveau als Offline-Lösungen. Die Investitionskosten pro Tür sind beim Online-System mit rund 2000 Euro jedoch fast zehn Mal höher als bei Offline-Komponenten.

Deshalb setzen viele Firmen auf Mischlösungen: Der Zutritt zum Gebäude erfolgt über ein Online-System, die Sicherung der einzelnen Räume jedoch über ein zusätzliches Offline-System oder sogar mit mechanischen Schlüsseln. Die Konsequenz: Schwer zu verwaltende und für die Nutzer umständlich handhabbare Insellösungen mit unterschiedlichen Medien. Der Gegenentwurf ist ein einheitliches, durchgängiges Zutrittskontrollsystem. Eine solche Gesamtlösung ließe sich jedoch nur unzureichend mit einem reinen Online-System realisieren. Die Lösung ist die Integration neuer Offline-Komponenten. Sowohl technisch als auch kostenseitig können mit Offline-Komponenten auch „normale Türen“ in das firmenübergreifende Zutrittskontrollsystem integriert werden. Es lassen sich sogar Möbelschlösser, Spinde und Tresore einbinden – ein bisher unterschätzter Aspekt bei der Realisierung umfassender Sicherheitslösungen.

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Moderne Offline-Komponenten arbeiten autark und benötigen keine externe Stromversorgung. Alle Berechtigungen werden in einem einzigen System zentral verwaltet und für alle Zutrittsfunktionen ist nur noch ein Ausweismedium notwendig. Für eine kombinierte Online-Offline-Lösung wird ein Online-Zutrittskontrollsystem um spezielle ausgewählte Komponenten Offline-Komponenten so ergänzt, dass Raumtüren, die mit Offline-Türterminals ausgestattet sind, in die zentrale Verwaltung mit einbezogen werden. Das Funktionsprinzip eines kombinierten Online-Offline-Zutrittskontrollsystems ist ein Host-Server-System.

Branchenunabhängig bietet sich jedes größere Gebäudeobjekt für den Einsatz eines kombinierten Zutrittskontrollsystems an. Erste Lösungen wurden bereits in Flughäfen, Banken sowie großen Industrieunternehmen realisiert. Die Leistungsfähigkeit solcher Gesamtlösungen zeigt sich auch bei der Einbindung externer Liegenschaften. ms

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