Zerspanen
Fit für die Minimalmengenschmierung
können Hydrodehnspannfutter von Schunk gemacht werden. Durch die Umrüstung ist dann der Weg frei für deutlich weniger Kühlschmierstoffverbrauch, jedenfalls für unter 50 Milliliter pro Stunde, denn das ist der maximale Volumenstrom für sogenannte MMS-Systeme. In welcher Form man den Schmierstoff der Wirkstelle zuführt, bleibt dem Anwender überlassen: Das kann entweder direkt oder fein zerstäubt im Luftstrom geschehen. In diesem Fall sind die Bauelemente im und außerhalb des Spannfutters ähnlich einem Düsensystem aufgebaut.
Hydrodehnspannfutter als Werkzeughalter spannen das Werkzeug prozesssicher und organisieren mit MMS-Ausrüstung den ungehinderten und verlustfreien Durchfluss von der Übergabestelle aus der Werkzeugspindel bis zum Austritt aus dem Werkzeug. Aus diesem Grund gibt es im Futter keine Toträume oder Versackungen. Es hat gute Rundlaufeigenschaften und Wechselwiederholgenauigkeiten, hält das Werkzeug sicher und ist gut ausgewuchtet.
Die Minimalmengenschmierung eignet sich für das Bohren und Tiefbohren, Fräsen, Gewinden und Drehen. Die geringen Schmiermittelmengen vermindern zusammen mit dem Luftanteil die Reibung und damit die Wärmeentwicklung deutlich. Da das Medium an der Wirkstelle nahezu vollständig verdampft, sind die anfallenden Späne, Werkstück und Werkzeug nahezu trocken – sofern das MMS-System präzise eingestellt ist und die Kontaktzone gut getroffen wird! rm









