Hydraulische Presse

22 Teile pro Minute

Mit dem Inkrafttreten der Euro-6-Abgasnorm am 01. Januar 2014 sinken die zulässigen Stickoxidemissionen für Lastwagen mit einem Gewicht über 3,5 Tonnen um 80 Prozent. Daher überarbeitet Renault Trucks die komplette Modellpalette. Ein Teil der Komponenten entstehen auf einer hydraulischen Hochleistungs-Pressenlinie von Schuler. Ihre Stärken: hohe Produktivität und hohe Flexibilität.
Die vorhandenen und die neu entwickelten Werkzeuge kommen zur Produktion der Lkw-Kabinen zum Einsatz.

Renault Trucks in Lyon hat bereits seit 2005 eine hydraulische Stanz- und Schnittpresse einschließlich Automation von Schuler erfolgreich im Einsatz. Die neue Anlage wurde wie ein Maßanzug optimal auf die Werkshalle von Renault Trucks zugeschnitten. „Renault Trucks kann sowohl die vorhandenen Werkzeuge einer älteren Pressenlinie einsetzen als auch die speziell entwickelten Werkzeuge für die Produktion der neuen Lkw-Kabinen“, erklärt Dr. Martin Habert, Geschäftsführer bei Schuler SMG und Leiter des Technologiefelds Hydraulic Presses. „Zudem erfolgt das Umrüsten von einem Werkzeugsatz auf einen anderen extrem schnell.“ In weniger als fünf Minuten können die Anlagenbediener mithilfe eines automatischen Wechselsystems den kompletten Pressenwerkzeugsatz sowie die Robotertoolings austauschen. Insgesamt kommen in der Anlage über 80 verschiedene Werkzeugsätze zum Einsatz: „Selbst kleinste Losgrößen sind auf diese Weise einfach und wirtschaftlich herstellbar.“

Von Schuler stammen nicht nur die hydraulische Kopfpresse mit 2.000 Tonnen Presskraft und die drei hydraulischen Folgepressen mit jeweils 1.000 Tonnen Presskraft, sondern auch der Platinenlader sowie die übrige Pressenautomatisierung mit Crossbar-Robotern, Entnahme-Crossbar-Robotern und zwei Auslaufbändern. Die gesamte Linie erreicht eine Leistungsfähigkeit von bis zu elf Hüben pro Minute, die Tisch-Stößelflächen messen 4,1 mal 2,5 Meter. Bei zwei Teilen pro Hub verlassen somit 22 Teile pro Minute die Anlage.

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Der eingesetzte Crossbar Roboter erlaubt auch geringe Pressenabstände, weil die Teile linear bewegt werden und ohne die sonst übliche 180-Grad-Drehung von Station zu Station wandern. Dadurch verringert sich der Platzbedarf der Anlage. Gemeinsam mit seinem Kunden hat Schuler auch den Materialfluss in der Halle sowie die Lagerung und Instandhaltung der Umformwerkzeuge optimiert. Oben drauf kommt ein umfangreicher Service. Dazu zählen nicht nur die Layoutplanung und die optimale technische Konstruktion: Die Experten nahmen die Pressenlinie auch in Betrieb und optimierten die Produktion mit mehreren Werkzeugen und schulten die Anwender. ee

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