Ceratizit-Planfräser mit Sogeffekt

Andreas Mühlbauer,

Bauteil-Innenräume spanfrei halten

Im Oktober bringt Ceratizit das Schrupp-Portfolio seines neuen PKD-Planfräsers MaxiMill SEC12 auf den Markt.

Der MaxiMill SEC12 hält beim Fräsen die Innenräume spanfrei. © Ceratizit

Es handelt sich um Werkzeuge für die Automobilindustrie zur Bearbeitung von Kurbelgehäusen, Zylinderköpfen und anderen Bauteilen aus Aluminium beziehungsweise NE-Metallen, in deren Innenräumen sich kein Span befinden darf. Durch die spezielle Konstruktion der Plattensitze und Schneidplattentopologie, unterstützt durch den Kühlmitteldruck, entsteht bei hohen Drehzahlen ein Sog, der die Späne zu nahezu 100 Prozent vom Werkstück abführt.

Beim konventionellen Planfräsen von Kurbelgehäusen und Zylinderköpfen fallen Späne in die vorhandenen Wasserräume und verklemmen sich dort so, dass sie über den automatisierten Waschprozess nicht komplett beseitigt werden können. Sie müssen in aufwendiger Handarbeit entfernt werden. Wenn das nicht gelingt, ist das teure Bauteil sogar Ausschuss.

Der neue PKD-Planfräser MaxiMill SEC12 (Suction Effect Cutter / Schneidplattengröße 12) löst dieses Problem. Durch Schneidplatten mit eingeschliffener Spanabfuhrkerbe und ihrer ausgeklügelten Anstellung im Fräsergrundkörper entwickelt das Werkzeug einen Sog, der die Späne vom Bauteil abführt. Der Abstrahlwinkel von der Planfläche liegt bei etwa 30 Grad, wodurch so gut wie kein Span ins Bauteilinnere eindringen kann. Unterstützt wird der Abtransport vom Kühlschmierstoff, der durch seine spezielle Führung entsprechenden Druck hinter die Späne bringt.

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Darüber hinaus hat der neue Ceratizit MaxiMill SEC12 noch zahlreiche weitere Vorteile zu bieten. Entscheidend dafür ist unter anderem sein modularer Aufbau aus lagerhaltigen Standardkomponenten, der Versionen für jeden Bedarf ermöglicht. Der Fräser besteht aus einer Fräsaufnahme in HSK-A63, -A80 oder -A100-Ausführung, der den jeweiligen Grundkörper des Aufsteckfräsers aufnimmt. Diese stehen in verschiedenen Durchmessern zur Verfügung. Weitere Größen und Varianten sind kundenindividuell ealisierbar.

Die PKD-bestückten Schneidplatten zeichnen sich durch hohe Standzeiten und Schnittgeschwindigkeiten bis zu 3500 m/min aus. Finessen in der Geometrie der Schneidplatte lassen Vorschubwerte von 0,1 bis 0,2 mm pro Zahn zu. Die Zähnezahl ist optimal auf die Leistung der am Markt gängigen Bearbeitungszentren abgestimmt. Ceratizit bietet fürs Schruppen zwei Varianten an: eine für bis zu 8 mm Zustellung und eine durch geringeren PKD-Einsatz etwas kostengünstigere für maximal 4 mm Zustellung.

Der Zusammenbau des MaxiMill SEC12 ist einfach. Selbst die Schneidplatten lassen sich dank hoher Präzision ohne Einstellaufwand montieren. Für besonders hohe Qualitätsansprüche kann der Anwender die Werkzeuge durch Schwermetallschrauben am Fräserbund feinwuchten. Die daraus resultierende hohe Rundlaufgenauigkeit schont die Spindel, sorgt für höhere Standzeiten, geringere Vibrationen und ermöglicht beim Schruppen eine Oberflächengüte von etwa Rz=20 µm.

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