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Artikel und Hintergründe zum Thema

Wie die Kunden profitieren

Maschinenbauer Trumpf hat das "bessere Finanzierungsangebot"

In der Autosparte ist es normal - bei den Maschinenbauern eine Premiere: der Blechbearbeitungs- und Laserspezialist Trumpf hat eine eigene Bank gegründet, um seine Kunden besser unterstützen zu können. SCOPE ONLINE berichtete und hat nun nähere Informationen zum Finanzierungsangebot der Ditzinger in Erfahrung gebracht.

"30 bis 40 Prozent unserer Kunden würde es nicht mehr geben, wenn wir sie nicht finanziert hätten", schätzt Trumpf-Chefin Nicola Leibinger-Kammüller.

"30 bis 40 Prozent unserer Kunden würde es nicht mehr geben, wenn wir sie nicht finanziert hätten", schätzt Trumpf-Chefin Nicola Leibinger-Kammüller. Seit 15 Jahren ist Trumpf im Leasinggeschäft für seine Kunden aktiv - doch die Regulierungen für die Leasinggesellschaften würden immer umfangreicher und aufwändiger. "Das macht kleinen Leasinggesellschaften, die wie wir nur ein eingeschränktes Geschäftskundenfeld abdecken, immer mehr Aufwand." Alleine im letzten Jahr hätten sich mehr als 100 Gesellschaften vom Leasinggeschäft zurückgezogen. Leibinger-Kammüller: "Wir gehen den umgekehrten Schritt und sagen: Jetzt erst recht. Wir wollen mit der Bank nicht ins Handelsgeschäft eintreten, sondern beschränken unser Angebot auf unsere Kunden und unsere Mitarbeiter."

Für das Institut mit dem Namen Trumpf Financial Services hat Trumpf nun eine Vollbanklizenz erhalten; auf diese Weise kann die Bank europaweit aktiv werden. Bisher konnte z.B. den Kunden in Südeuropa kein Leasingangebot gemacht werden. Neben Leasing seien damit zudem weitere Finanzierungsmöglichkeiten offen, wie etwa Mietkauf. Außerdem könne Trumpf seinen Kunden Zugang zu Krediten von Förderbanken wie der KfW verschaffen.

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"90 Prozent unserer Maschinen werden finanziert", erklärt Leibinger-Kammüller, ¿50 Prozent davon sind Leasing. Mit der Bank können wir allen Kunden ein Finanzierungsangebot machen.

Und wir sind ja keine Bank, die nicht weiß, was der Kunde macht. Wir kennen die Auftragslage der Branche, wir kennen meist auch den Kunden sehr gut. Das gibt uns andere Möglichkeiten, den Kunden zu bewerten, als einer Bank. Wir gehen zum Kunden, schauen uns den genau an und legen daran die Finanzierungsangebote fest.¿

Die Bank verfügt über eine Eigenkapitalquote von 36 Prozent, die Bilanzsumme liegt zum Start bei 50 Millionen Euro. Ziel sei es, das in der Leasingesellschaft generierte Neugeschäft bis 2016 auf 280 Mio Euro pro Jahr zu verdoppeln.

"Aber wir sind, wie bei unseren Maschinen, nicht die Billigheimer, sondern wir bieten das bessere Finanzierungsangebot", sagt die Trumpf-Chefin. "30 Prozent unserer Leasingnehmer hatten Probleme, ein Angebot einer Bank zu bekommen."

Warum Trumpf dennoch bisher der erste Maschinenbauer weltweit ist, der diesen Schritt geht, konnte die Trumpf-Chefin sich auch nicht so ganz erklären: "Es gibt meines Wissens keinen anderen Maschinenbauer weltweit, der ein solches Angebot bietet. Ich vermute, dass den Firmen der Aufwand zu hoch ist. Das ist ja eine kleine Firma, die wir da gegründet haben. Die Bank hat derzeit 13 Mitarbeiter und arbeitet mit Partnern wie der Leasinggesellschaft der französischen Société Générale und der Deutschen Leasing zusammen. Das Einlagengeschäft der Bank ist Trumpf-Mitarbeiter vorbehalten. Sie erhalten nun Angebote für Spar-, Tages- und Festgeldkonten mit Konditionen ¿im oberen Drittel des Marktes", so Nicola Leibinger-Kammüller. hs

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