Stellantis verkauft Comau
Expansionsmöglichkeiten für Comau
Der Automobilriese Stellantis hat eine Mehrheitsbeteiligung an seiner Robotik- und Automatisierungstochter Comau für eine nicht genannte Summe an die Private-Equity-Gesellschaft One Equity Partners verkauft.
Die Vereinbarung wird es Comau ermöglichen, über den Automobilsektor hinaus zu expandieren und auf die weltweit wachsende Nachfrage nach industrieller Automatisierung abzuzielen.Obwohl die Details der Transaktion nicht bekannt gegeben wurden, wurde laut, dass One Equity angeblich einen Anteil von 50,1 Prozent an Comau halten werde und Stellantis als „aktiver“ Minderheitspartner einen Anteil von 49,9 Prozent an dem Unternehmen behält. Ebenfalls wird berichtet, dass die Gewerkschaften in Comaus italienischer Heimatbasis angeblich gegen das Abkommen seien und die italienische Regierung zum Eingreifen aufforderten.
Die Abspaltung von Comau ist Teil einer strategischen Vereinbarung, die im Rahmen der Fusion zwischen Fiat Chrysler und der PSA-Gruppe im Januar 2021 unterzeichnet wurde, aus der Stellantis hervorging. Zu den aktuellen Marken gehören Alfa Romeo, Chrysler, Citroën, Dodge, Fiat, Jeep, Lancia, Maserati, Opel, Peugeot und Vauxhall. „Comau hat sich in den letzten 50 Jahren als anerkannter Akteur auf dem Gebiet der Automatisierungslösungen positioniert“, sagt Carlos Tavares, CEO von Stellantis. „Diese geplante Transaktion soll Comau dabei helfen, Autonomie zu erlangen und seinen Erfolg weiter zu stärken, um alle seine Stakeholder, insbesondere seine Mitarbeiter und Kunden, zu unterstützen. Es gibt Stellantis auch die Möglichkeit, sich auf das Kerngeschäft in Europa zu konzentrieren.“
Unter dem neuen Eigentümer erhält Comau Zugang zu zusätzlichen Mitteln, um sein italienisches Geschäft zu verbessern und auszubauen und seine Aktivitäten in verschiedenen Sektoren auszubauen. Der Vorstandsvorsitzende von Comau, Alessandro Nasi, und CEO Pietro Gorlier werden ihre Verantwortung behalten, ebenso wie das Führungsteam des Unternehmens.
Geschäft über den Automobilsektor hinaus erweitern
„In seiner über 50-jährigen Geschichte hat Comau immer wieder bewiesen, dass es in der Lage ist, sein Geschäft, seine Technologie und seinen Innovationsansatz zu transformieren“, sagt Gorlier. „Diese Operation steht im Einklang mit dem strategischen Plan von Comau, der darauf abzielt, sein Geschäft über den Automobilsektor hinaus zu erweitern und auf das weltweite Nachfragewachstum nach industrieller Automatisierung abzuzielen. Dies wird auch die Position des Unternehmens als starker internationaler Marktführer in seiner Branche festigen und die soliden italienischen Wurzeln beibehalten.“
Comau mit Hauptsitz in Turin beschäftigt weltweit 3.700 Mitarbeiter in zwölf Produktionsstätten und sieben Innovationszentren in zwölf Ländern. Der Abschluss der Transaktion wird bis Ende 2024 erwartet, vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen und anderer üblicher Abschlussbedingungen.












