Software für dynamische Bahnberechnung

Annina Schopen,

Roboter auf unbekannter Bahn

Die Partnerschaft zwischen Eureka System, einem Systemintegrator für Industrieunternehmen mit Schwerpunkt Automatisierung, und Keba Industrial Automation ist noch jung. Die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen begann vor vier Jahren, als eine spezielle Lösung für einen OEM-Kunden entwickelt werden sollte. Beiden Unternehmen ist es gelungen, ihr jeweiliges Fachwissen zu bündeln, um entscheidende Fortschritte in der Branche zu erzielen. Ein Beispiel ist die Robotiklösung CAM-Robot von Eureka System, die speziell für Europoliuretani entwickelt wurde und die Bewegungs- und Robotik-Programmbibliotheken von Keba nutzt.

© Keba Industrial Automation

Europoliuretani ist ein italienisches Unternehmen mit Sitz in der Gemeinde Padua, das Schäum- und Dichtungsmaschinen sowie Klebstoffspender entwickelt, produziert und vertreibt. Hier verließ sich das Team bei der Entwicklung einer Lösung für ihr Robotersystem auf Eureka System, um Polyurethanschaum für kundenspezifische Dichtungen zu mischen, zu verteilen und aufzutragen. Das Ziel war eine Roboterlösung, die es ermöglicht, anthropomorphe Sechs-Achsen-Roboter von Comau als CNC-Maschinen einzusetzen, die Polyurethan-Dichtungen auftragen. Dabei sollten die Dosierpfade dynamisch definiert werden können, während der Auftrag bearbeitet wird. Da es sich bei den Teilen, auf die die Dichtung aufgetragen werden soll, um kundenspezifische Teile und Einzelanfertigungen handelt – die sich von Charge zu Charge unterscheiden –, muss der Roboter jedes Mal eine komplexe, ihm unbekannte Bahn abfahren.

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Um die CNC-Bearbeitung mit einem anthropomorphen Roboter mit dynamischen Werkzeugbahnen durchzuführen, hat Eureka System ihn mit einer Software für die Interpretation des G-Codes (die von den CNC-Maschinen verwendete Sprache gemäß Norm DIN 66025) gekoppelt. Die Software generiert schrittweise die hochpräzisen Werkzeugbahnen, denen der Roboter folgen muss, um die Teile des Werkstücks auf 3D-Bahnen mit einem festen Winkel zu bearbeiten. Diese Umwandlung erfolgt im laufenden Betrieb über eine benutzerfreundliche Oberfläche, die direkt vom Mitarbeiter in der Werkstatt bedient werden kann.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe 12/23

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