Sonderschau SmartFactory auf der AMB

Andreas Mühlbauer,

Prozesskette zum Anfassen

Zu einer Messe wie der AMB gehört der Wettbewerb: Die Aussteller kommen mit jüngsten Innovationen und fabrikneuen Produkten auf die Messe, um im Werben um die Kunden die Nase vorn zu haben.

Das Zusammenspiel unterschiedlicher Partner und Prozessschritte zeigt die Sonderschau SmartFactory, die vom 13. bis 17. September 2022 einen realen Produktionsprozess abbildet. © Landesmesse Stuttgart

In Zeiten der digitalen Vernetzung interessiert jedoch besonders auch das Zusammenspiel unterschiedlicher Partner und Prozessschritte. Genau das zeigt die Sonderschau SmartFactory, die vom 13. bis 17. September 2022 in Stuttgart einen realen Produktionsprozess abbildet – samt vor Ort produziertem Give-Away für interessierte Besucher.

Ein wesentlicher Aspekt von Industrie 4.0 war von Anfang an die wirtschaftliche Produktion in Losgröße 1 zu realisieren. Passend zu den immer individueller werdenden Kundenwünschen und immer spezieller werdenden Produkt-Anforderungen soll die Industrie immer häufiger Sonderprodukte zu den Kosten einer Massenproduktion anbieten. Dieses Ziel wird nur erreicht, wenn Prozesse digitalisiert und hoch automatisiert ablaufen. Die Sonderschau SmartFactory im Eingang Ost, Stand EO200, wird exemplarisch genau solch einen Prozess erlebbar machen und so das Zusammenspiel von vernetzten digitalen und analogen Prozessen transparent machen.

Sechs AMB-Aussteller haben sich zusammengetan und einen beispielhaften Produktionsprozess aufgebaut, der live auf der Messe zu erleben sein wird. Gewactec aus Wehingen auf dem Heuberg stellt ein Eingabesystem zur Verfügung, in dem der AMB-Besucher seinen Auftrag absenden kann. Die IT-Spezialisten für die mittelständische Fertigungsindustrie sorgen gemeinsam mit Cenit, einem IT-Beratungs- und Softwarehaus, dafür, dass der Produktionsvorgang als digitaler Prozess abgebildet und visualisiert wird. Von Cenit stammt auch der digitale Zwilling des Gesamt-Prozesses.

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Sondermaschinenhersteller Häberle stellt die Fertigungszelle zur Verfügung und sorgt damit dafür, dass nach der Auftragsannahme inklusive Sonderwunsch des Besuchers die Späne fliegen können. Die aus Platzgründen bereits im Vorfeld von Drehmaschinen-Hersteller Maier vorproduzierten Drehteile werden in einer Zelle samt Roboter, Werkzeugwechsler und automatischer Zuführung bearbeitet, bevor sie in den ebenfalls von Maier installierten Laser ihren letzten individuellen Feinschliff – oder besser gesagt ihre Feingravur – erhalten.

Da es keinen industriellen Produktionsprozess ohne Qualitätskontrolle geben kann, werden die hergestellten Messegeschenke anschließend vom Partner Zeiss auf Toleranztreue überprüft und automatisiert ein Mess- und Prüfprotokoll erstellt.

Steuerung und Roboter stammen vom Fabrikautomatisierer Fanuc. Dass es zur Realisierung der Sonderschau SmartFactory nicht nur um die Steuerung und die Intelligenz des Gesamtprozesses geht, sondern immer auch darum, die Menschen hinter den Prozessen an einen Tisch zu bekommen, weiß Nils Tersteegen. Der Marketingleiter von Fanuc in Deutschland koordinierte die Zusammenarbeit der Sonderschau: „Wir bringen in dieser Sonderschau die digitale und analoge Produktion zusammen. Während die meisten Aussteller lediglich ihre Produkte am Stand zeigen, ist SmartFactory im Eingang Ost die einmalige Gelegenheit, eine verkettete, voll digitale Produktion live und hautnah zu erleben.“

Die Installation und die Zusammenarbeit der Partner zeigen, wie heutzutage eine digital vernetzte Produktion funktionieren müsse, um wettbewerbsfähig zu bleiben. „In dieser Produktion redet alles miteinander und alles ist durchgehend vernetzt. Jede Maschine weiß was die andere tut!“, ergänzt Tersteegen. Welches Messegeschenk genau produziert wird, will er jedoch noch nicht verraten: „Es soll ja schließlich eine kleine Überraschung bleiben“, schmunzelt er.

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