Wirtschaft + Unternehmen
Schuler baut Standort in China aus
Der weltgrößte Pressen-Hersteller Schuler vergrößert seinen Standort Dalian: In der Hafenstadt im Nordosten Chinas ist nun der Spatenstich für die Erweiterung der Produktionsanlage gesetzt worden. Die bestehenden Kapazitäten verdreifachen sich dadurch von derzeit 5.000 auf 16.000 Quadratmeter. Ganz nach chinesischer Tradition gipfelte die feierliche Zeremonie, an der auch hochrangige Regierungsvertreter teilnahmen, in einem bunten Feuerwerk.
"Wir werden eine nach modernsten Gesichtspunkten ausgelegte Fabrik bauen. Dalian ist das Zentrum des chinesischen Schwermaschinenbaus und verfügt über optimale logistische Anbindungen zum Schwerlasthafen. Das sind ideale Voraussetzungen, um unsere Kunden in China zu bedienen", erklärte Vorstandsvorsitzender Stefan Klebert.
In nur neun Monaten soll der Umbau abgeschlossen und der Erweiterungsbau bezugsfertig sein, bereits ab Februar 2013 startet dann die Montage. Von den insgesamt 11.000 Quadratmetern, die neu hinzukommen, sind 60 Prozent für die Montage von Pressen und 40 Prozent für die mechanische Bearbeitung von Teilen vorgesehen.
In den Ausbau des Standortes investiert Schuler circa 16 Millionen Euro. Die Zahl der Mitarbeiter verdreifacht sich von heute 70 auf rund 200. Dalian wird für Schuler damit zum zentralen Produktionsstandort in China. Im vergangenen Geschäftsjahr hat der Konzern rund ein Drittel seines Umsatzes in Höhe von knapp einer Milliarde Euro in der Volksrepublik erzielt. Seit Mitte der 1990er Jahre ist er dort mit eigenen Standorten vertreten. Neben Dalian gehören mittlerweile Peking, Shanghai, Jinan und Tianjin dazu.
Außer in Dalian baut Schuler auch in Shanghai weitere Funktionen auf und aus - wie etwa das Engineering und der strategische Einkauf zur Beschaffung von Teilen und Komponenten vor Ort. In Chengdu, Guangzhou, Changchun und Wuhan sind außerdem neue Service-Standorte geplant. Insgesamt werden in China dann mehr als 300 Beschäftigte für Schuler arbeiten. kf









