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Samsung weiht Forschungszentrum in Höchst ein

Cheil Industries hat sein europäisches Forschungszentrum im Industriepark Höchst eröffnet. Das Tochterunternehmen des größten südkoreanischen Mischkonzerns Samsung hat sein neues Frankfurt Research & Development Center Mitte August eingeweiht. 14 Samsung-Forscher werden hier auf 350 Quadratmetern Laborfläche arbeiten und neue Materialien für Flachbildschirme, hitzebeständige Polymere für den Elektronikbereich sowie Komponenten für die Wasserfiltration entwickeln und testen.

Zusammenarbeit bei der offiziellen Eröffnung von Samsung Cheil Industries neuem europäischen Forschungszentrum im Industriepark Höchst (von links nach rechts): Jürgen Vormann, Vorsitzender der Geschäftsführung von Infraserv Höchst, Dr. Tuwon Chang, Leiter der weltweiten Forschung von Samsung Cheil Industries und Dong Soo Lee, der Geschäftsführer des neuen Frankfurt Research & Development Center.

Das Forschungszentrum im Industriepark ist das einzige von Samsung Cheil Industries in Europa. Daneben verfügt das Unternehmen, von dessen 5.400 Mitarbeitern rund ein Zehntel in der Forschung und Entwicklung arbeitet, über Forschungszentren in Südkorea, Japan und den Vereinigten Staaten. Rund eine Million Euro hat Cheil Industries in das neue Forschungszentrum investiert, mit dem das Unternehmen die Nähe zum europäischen Markt sucht. Der Industriepark Höchst ist dafür der Standort der Wahl: Ausgezeichnete Verkehrsanbindungen und ein internationaler Flughafen in unmittelbarer Nachbarschaft, ein breites Spektrum infrastruktureller Dienstleistungen sowie das wissenschaftliche Netzwerk im Industriepark sind ideale Bedingungen. Und bei der Einrichtung der Labore halfen die Laborbau-Experten von Infraserv Höchst, der Betreibergesellschaft des Industrieparks Höchst. Dong Soo Lee, der Geschäftsführer des neuen Frankfurt Research & Development Center, zeigte sich erfreut über die zügige Inbetriebnahme: "Nach nur einem Jahr Planungszeit hat der Laborbetrieb begonnen."

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Dr. Tuwon Chang, für die weltweiten Forschungsaktivitäten von Cheil Industries zuständig, sagte bei der Eröffnungsfeier: "Der Industriepark Höchst ist einer der besten Standorte für Forschung auf der Welt. Die Infrastrukturen für den Laborbetrieb sind hervorragend und es gibt hier viele gut ausgebildete Fachkräfte. Wir können uns gut vorstellen, mit unserem neuen Forschungszentrum im Industriepark zu wachsen." Jürgen Vormann, Vorsitzender der Geschäftsführung von Infraserv Höchst, begrüßte die Repräsentanten und Mitarbeiter des Unternehmens: "Wir freuen uns sehr, mit Samsung Cheil Industries das erste koreanische Unternehmen am Standort willkommen zu heißen. Als Standortbetreiber sorgt Infraserv Höchst dafür, dass Samsung Cheil Industries sich ganz auf die Forschung konzentrieren und bei Bedarf auch hier am Standort wachsen kann."

Betriebsleiter Dr. Carsten Plüg führte die Gäste nach der Eröffnung durch die Laborräume. "Wir entwickeln neue Polymere für Automobile und elektronische Anwendungen sowie Farben für Displays", so Plüg. Die Samsung-Mitarbeiter Ralf Braden und Susanne Bubeliny führten vor, wie Farbstoffe für Fernsehdisplays entwickelt und getestet werden. Dazu wird ein Kunststofffilm aus Acrylat als Streifen aufgebracht und seine optischen Eigenschaften werden mit dem Spektrometer gemessen. Im Labor sollen so bessere Formulierungen für das Acrylat gefunden werden - für noch brillantere Farben auf den Bildschirmen von Fernsehern, Computern und Smartphones. In den Laborräumen forscht Samsung auch an sogenannten neuen Polymeren, das sind besonders widerstandsfähige Kunststoffe. Diese Materialeigenschaften sind wichtig, wenn Bauteile im Betrieb funktionell bedingt stark erhitzen. Das Team von Dr. André Lerch entwickelt und optimiert Membranfiltrationsanlagen zur Wasseraufbereitung. Die Membranen für die Aufbereitungsanlagen stammen aus dem Forschungshauptquartier in Südkorea. "Wir in Frankfurt erproben beispielsweise, wie diese Membranen als Module besonders wirtschaftlich und wirkungsvoll ausgelegt und in der Anlage angeordnet werden können. Dazu nutzen wir Strömungssimulationen und andere Methoden der Verfahrenstechnik", sagte Dr. Lerch. Denn je nach Art der aufzubereitenden Wässer und Größe der Anlage ist eine andere Auslegung und Anordnung der Anlagenteile sinnvoll. Für die Forscher gibt es noch viel zu entdecken. Im Industriepark haben sie dafür den geeigneten Standort gefunden. kf

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