Wirtschaft + Unternehmen
Rittal macht Tempo auf dem Land
Für die Internetnutzer bleibt nach dem Ausbau des Breitbandnetzes im Grunde genommen alles in gewohnter Weise - mit dem Unterschied, dass die Datenübertragungsrate jetzt bis zu 50 Megabit (M/bit) beträgt. "Die Verbindung kommt über die Telefonleitung ins Haus - es gibt keinen Unterschied zu Nutzern, die in einer Großstadt leben", erläutert Klaus Peter von Friedeburg, Geschäftsführer der ausführenden ACO Computerservice GmbH. Kassels Landrat Uwe Schmidt betrachtet die mit rund 4,5 Millionen Euro bezifferte Investition als wesentlichen Beitrag, um "die Attraktivität des ländlichen Raums zu erhalten" - vor allem auch für die ansässigen Wirtschaftsbetriebe.
Der Punkt, an dem alles zusammenläuft, bleibt im Vergleich zu den insgesamt nicht zu übersehenden 70 Richtfunkmasten optisch im Hintergrund. Die hellgrauen Outdoor-Gehäuse von Rittal fallen dank ihrer kompakten Abmessungen selbst an prominenten Ortseingängen kaum auf. Für den Freilufteinsatz entwickelt, sind sie angesichts der herrschenden Umwelteinflüsse am Straßenrand aus den Werkstoffen Aluminium und Edelstahl gebaut. Während eine spezielle Beschichtung aus Reinpolyester den Schutz zum Beispiel vor Salznebel während der Winterzeit weiter erhöht, macht die Konstruktion entsprechend der Widerstandsklasse 2 (WK2) das technische Innenleben sicherer vor Vandalismus.
Da Outdoor-Gehäuse in Straßennähe neben den Witterungseinflüssen auch als Folge von Verkehrsunfällen in Mitleidenschaft gezogen werden können, hat Rittal die nstallierten Einheiten so konzipiert, dass Reparaturen bis hin zum Austausch des gesamten Außengehäuses möglich sind, ohne die Kommunikationstechnik im Inneren abschalten zu müssen. Das in nur 13 Monaten Bauzeit errichtete Netz zählt 200 Technikstandorte und misst mehr als 400 Kilometer neuer Leitungen - überwiegend in Form unterirdisch verlegter Glasfaserkabel. Hinzu kommen über 70 Fernmeldemasten, die in einer Höhe bis 30 Metern die Antennen für die Richtfunkstrecken tragen. Die Investitionssumme beträgt 4,5 Millionen Euro, davon trägt das Land Hessen mit 1,2 Millionen Euro rund ein Drittel. Weitere 800.000 Euro kommen aus den Kassen der Städte und Gemeinden. Die Hauptlast der Investition trägt ACO. bw









