Wirtschaft + Unternehmen
Mapal-Gruppe: Entwicklung 2010 durchaus ermutigend
Bereits im letzten Quartal 2008 konnte sich auch die Mapal-Gruppe den Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise nicht entziehen. Auftragseingang und zeitversetzt der Umsatz blieben hinter den Erwartungen zurück. Diese Entwicklung hat sich im Jahr 2009 noch verstärkt fortgesetzt. Wie in der gesamten Branche waren Auftragseingang und Umsatz um bis zu 35 % rückläufig.
So mussten alle Möglichkeiten der Kostenreduktion genutzt werden, um die Gruppe durch die schwierige Zeit zu bringen. Hierzu gehörten Zeitkonten und Urlaubsabbau, Kurzarbeit in allen möglichen Bereichen und konsequente Kostensenkungsmaßnamen - und Kontrolle in allen Teilen des Unternehmens. Nach erfolgreichen Verhandlungen mit Betriebsrat und Gewerkschaft, durch die auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen deutlichen Beitrag zur Kostenreduzierung des Unternehmens geleistet haben, konnte Mapal in Aalen eine Beschäftigungs-Garantie bis zum Juli 2011 geben. Bereits jetzt stellt sich heraus, dass es richtig war, alles zu unternehmen, um die Stammbelegschaft zu halten.
Das Unternehmen hat die Zeit der Unterbeschäftigung ganz intensiv und umfassend genutzt, um Schulung und Weiterbildung großer Teile der Belegschaft konsequent voranzutreiben. Mit den erheblichen Investitionen in den Jahren 2007 und 2008 hatte sich die Unternehmensgruppe für die Zukunft gerüstet. Damit wurde die Basis für die Produktion in Deutschland mit den Standorten in Aalen, Altenstadt, Pforzheim und Sinsheim nachhaltig gestärkt. Der Nutzen dieser Maßnahmen wird jetzt nach Abklingen der Krise besonders deutlich. Die Kunden verlangen schnelles und zuverlässiges Liefern der Werkzeuge.
Forschung und Entwicklung
Darüber hinaus hat das Unternehmen auch in den Monaten der Krise intensiv in Forschung und Entwicklung investiert, um auf seinen speziellen Gebieten die Technologie-Führerschaft weiter auszubauen, innovative Produkte und Verfahren auf den Markt zu bringen, mit denen die Kunden weltweit ihre Fertigungsprozesse zuverlässig vereinfachen, verbessern und kostengünstig gestalten können.
Darauf kommt es jetzt und in der nahen Zukunft ganz besonders an.
Umsatz und Auftragseingang
Unter diesen Vorzeichen konnte die Unternehmensgruppe im Jahr 2009 einen Umsatz von 215 Mio. Euro (Vorjahr 310 Mio.) erwirtschaften. Der Auftragseingang lag geringfügig über diesem Wert.
Mitarbeiter
Die Belegschaft konnte im Berichtsjahr in fast in voller Stärke gehalten werden. So arbeiteten weltweit etwa 3.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, in Deutschland rund 2.000 und in Aalen mehr als 1.250.
Besonders betont die Unternehmensleitung, dass auch im schwierigen Jahr 2009 die Zahl der Auszubildenden mit 106 allein in Aalen dem hohen Stellenwert entspricht, den die Führung für die Förderung des eigenen Facharbeiter-Nachwuchses immer wieder deutlich macht.
Investitionen
Im Jahr 2009 wurden überwiegend Ersatzinvestitionen durchgeführt.
Ausblick auf das Jahr 2010
Dr. Dieter Kress, Geschäftsführender Gesellschafter der Mapal Dr. Kress KG, stellt Anfang Juni 2010 fest:
"Das Jahr 2009 ist für uns noch immer ein Jahr, das wir jetzt so schnell wie möglich abhaken sollten. Die Entwicklung des Geschäftes in den ersten fünf Monaten 2010 ist dagegen durchaus ermutigend. Die Kunden weltweit bestellen wieder. Viele neue Projekte sind im Gespräch und beleben Auftragseingang und Umsatz.
Dabei kommen die Impulse insbesondere aus Asien und wir sind sehr froh, dort so gut aufgestellt zu sein, auch dort einen so engen Kontakt zu den Kunden in China, Korea, Indien und Japan zu haben.
Aber auch aus den USA, aus Südamerika und zunehmend aus Europa spüren wir, dass sich das Geschäft normalisiert, wir als Partner für rationelle Produktionsprozesse wieder mehr und mehr gefragt werden. Wenn sich diese Entwicklung stabilisiert, kommen wir schneller aus dieser Krise, als wir erwartet hatten.
Die Kurzarbeit bei uns in Aalen konnten wir so erfreulicherweise bereits zum 1. Juni 2010 beenden. Allerdings muss jetzt der Spagat zwischen den kurzfristigen Lieferwünschen und dem nach wir vor bestehenden Kostendruck geschafft werden."
Auftragseingang und Umsatz könnten aus heutiger Sicht ein Plus von 40 % zum Vorjahr erreichen. lg









