Wirtschaft + Unternehmen

Logimat zeichnet beste Lösungen aus

Alle Preisträger: (v.l.n.r.) Prof. Dr.-Ing. Dipl.-Wi.-Ing. Willibald A. Günthner, Inhaber des Lehrstuhls für Fördertechnik Materialfluss Logistik, Technische Universität München; Wolfgang Bürgi, Vorstand, industrie automation Energiesysteme AG; Markus Christ, Chairman of the Board, industrie automation Energiesysteme AG; Dipl.-Inf. Michael Wagner, Geschäftsleitung | CTO, IPO.Plan GmbH; Dipl.- Ing. (FH) Werner Dürr, Geschäftsleitung, IPO.Plan GmbH; Jim Kraimer, Director Industrial Design Europe, Crown Gabelstapler GmbH & Co. KG; Peter Kazander, Messeleiter LogiMAT, Euroexpo Messe- und Kongress-GmbH, München.

Zum 10. Mal wurden auf der heute zuende gehenden Logimat in Stuttgart die Preise für das "Beste Produkt" vergeben. Die Preisverleihung fand erstmalig im Rahmen der feierlichen Eröffnung vor großem Auditorium in der Messehalle statt. Wie in den Vorjahren hatte eine siebenköpfige Jury aus Wissenschaftlern und Fachjournalisten zuvor aus den Bewerbungen drei Sieger-Firmen in drei Kategorien ermittelt.

Mit ihren herausragenden Leistungen bei Rationalisierung, Kostenersparnis und Produktivitätssteigerung konnten folgende Unternehmen die Jury überzeugen:

  • In der Kategorie "Beschaffen, Fördern, Lagern" setzte sich Industrie Automation Engergiesysteme (Halle 8, Stand 123) mit ihrem Lithium-Ionen-Energiesystem Liflex für batterieelektrisch betriebene Flurförderzeuge im 24V-Bereich durch. Dieses neue Energiesystem auf Basis von Lithium-Ionen hat eine lange kalendarische und Zyklen-Lebensdauer, die etwa den doppelten Wert einer Bleibatterie erreicht und diese mit wenigen Handgriffen ersetzen kann. Im Batteriepack integriert ist ein Batterie-Management-System, das die Zellen einzeln sowie die Batterie als Ganzes überwacht und auch beim Ladevorgang das Überschreiten von Grenzwerten ausschließt. Das innovative Energiesystem liflex beeinflusst vor allem die Faktoren Batteriehandling, Wartung, Energieeinsatz, Einsatzrestriktionen, Lebensdauer und Produktivität massiv zum Vorteil von Betreibern von Fuhrparks und Anwendern von elektrisch betriebenen Flurförderzeugen. Die positiven Auswirkungen führen zu einer Effizienzsteigerung, senken Kosten und bieten die Möglichkeit intralogistische Abläufe zu optimieren.
  • Im Bereich "Kommissionieren, Verpacken, Sichern" wurde der Quick Pick Remote von Crown Gabelstapler (Halle 8, Stand 101/102) ausgezeichnet. Beim Kommissionieren von der untersten Regalebene entfallen 35 Prozent der Zeit auf das Gehen vom Regal zum Fahrerstand sowie 15 Prozent auf das Fahren im Gang. Mit Quick Pick Remote lässt sich die Produktivität deutlich steigern. Das System kombiniert einen Crown Niederhubkommissionierer mit einer in einen Arbeitshandschuh integrierten intuitiven Fernbedienung. Mittels dieser kann der Bediener sein Fahrzeug mit einem Knopfdruck vorwärts bewegen, ohne auf dem Fahrerstand zu stehen und hat dabei beide Hände frei. Messungen haben gezeigt, dass mit dem neuen System die Auftragsliste bis zu 25 Prozent schneller abgewickelt werden kann. Auch die Zahl der Ein- und Ausstiegsvorgänge wurde drastisch reduziert. Neben der Beschleunigung des Kommissioniervorgangs wirkt sich die Erleicherung der Arbeitsprozesse auch positiv auf das Wohlbefinden der Bediener aus.
  • IPO.Plan (Halle 1, Stand 431) konnte die Jury last but least durch seine 4D-Visualisierungs- und Planungssoftware IPO.Log mit integriertem Erfassungssystem IPO.Eye in der Kategorie "Software, Kommunikation, IT" überzeugen. Mittels dieser neuen Technologie wird die Produkt- und Prozessplanung von Fertigungsunternehmen revolutioniert, indem komplexe Zusammenhänge visualisiert werden können. Dem eigentlichen Ziel der "Montageplanung" gingen seither langwierige Scan-Vorgänge und die Aufbereitung der Daten zum 3D-CAD-Modell voraus, mit dem der Planer dann seine eigentliche Planungsarbeit durchführen konnte. Oftmals wurden externe Dienstleister mit dem Ausmessen der Montagelinie und Erfassen von Regalen, Ladungsträgern und Stationen beauftragt, was mit hohen Kosten verbunden war. Durch den Wegfall dieser wochenlangen Erfassungszeit kann mit der Produktion schneller begonnen werden, was extreme Kosteneinsparungen zur Folge hat. Insbesondere in der Automobilindustrie konnten das weltweit einzigartige Softwarewerkzeug zur Planung und Optimierung von Montagestationen bisher erfolgreich eingesetzt werden. kf
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