Lineartechnik

Service im Mittelpunkt

Geschäftsführer Rüdiger Knevels richtet Rollon gezielt auf Wachstum, Kundenservice und kurze Lieferzeiten aus. Dabei ist es dem Komplett- anbieter für Lineartechnik besonders wichtig, die Kunden in ihre Exportzielmärkte zu begleiten und vor Ort präsent zu sein. SCOPE-Redakteur Michael Stöcker befragte Rüdiger Knevels nach seinen Strategien für die weitere Entwicklung des Unternehmens.

SCOPE: Wo liegen die Schwerpunkte Ihrer Wachstumsstrategie?

Knevels: Wir werden weiterhin den Service in den Mittelpunkt unserer Aktivitäten stellen und hier auf die Konzeption flexibler Lösungen für die Praxisanwendungen der Kunden setzen. Der einfache Handel mit „Lineartechnik von der Stange“ passt weder zum Servicegedanken noch zum Innovationsanspruch eines international aufgestellten Mittelstandsunternehmens. Das Umsatzwachstum der Rollon Gruppe zeigt den Erfolg dieser Einstellung. Bereits 2010 konnten wir das bis dahin höchste Umsatzniveau mit 16,6 Millionen Euro wieder erreichen. Seitdem ging es steil bergauf, sodass 2012 bereits 24,1 Millionen Euro Umsatz erreicht wurden. Für das laufende Jahr prognostizieren wir 26 Millionen und mit Blick auf die vier kommenden Jahre kalkulieren wir weitere 50 Prozent Wachstum.

SCOPE: Aus welchen Bereichen wollen Sie dieses ehrgeizige Wachstum generieren?

Knevels: Wir setzen auf mehrere Standbeine. Das Basiswachstum soll aus dem breiten Kundenstamm und hochwertigen Key Account-Kunden generiert werden. Dazu werden auch die weltweiten Vertriebspartner ihren Beitrag leisten. Hinzu kommt die Neukundengewinnung. Außerdem streben wir ein dynamisches Wachstum in neuen Branchen an, in denen Rollon bisher noch nicht aktiv war. Auch das Exportgeschäft wird weiter ausgebaut. Zusätzliche Synergien nutzen wir in Cross Application-Projekten, bei denen Lösungen anwendungsübergreifend in verwandten Einsatzgebieten implementiert werden. Mit dem 2011 von Elmore erworbenen Linearachsgeschäft hat die Führung der Rollon Gruppe hier noch Wachstumspotenziale ausgemacht. Und: Unser komplettes Sortiment wird weiter um neue Produkte erweitert, damit wir schon aus dem Standardsortiment so viele Anwendungsfälle wie möglich mit passenden Linearführungen und Achsen abdecken können.

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SCOPE: Welche konkreten Maßnahmen setzen Sie ein, um Ihre Ziele zu erreichen?

Knevels: Strategien für die Marktbearbeitung sind das eine, doch sie müssen auch mit einer weiteren Stärkung der Organisation einhergehen, um den Kunden nicht nur besseren, sondern optimalen Service zu bieten. Mittelfristig werden deshalb alle Kataloge und die Website in 15 Sprachen verfügbar sein. Mit dezentralen Produktionsstätten wollen wir zudem bei den Lieferzeiten eine Spitzenposition einnehmen. In der neuen Düsseldorfer Niederlassung werden bereits verschiedene vormontierte Linearachsen in kundenspezifischer Länge und Ausstattung endmontiert, um schneller ausliefern zu können. Darüber hinaus wird unsere komplette Produktpalette, unterstützt durch ein flächendeckendes Netz von Anwendungsingenieuren und Branchenspezialisten, weltweit verfügbar sein. Die Produkte überarbeiten wir in dreifacher Hinsicht: Die Leistung der Kernprodukte wird gesteigert und die Produktrange wird erweitert, um „alles aus einer Hand“ anbieten zu können. Und es soll eine 100-Prozent-Flexibilität für kundenspezifische Lösungen geschaffen werden. Just-in-time-Lieferungen und Kundenseminare runden das Maßnahmenpaket ab.

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