Wirtschaft + Unternehmen

Jenoptik: Grundsteinlegung für Erweiterungsbau der Hightech-Fab

Jenoptik hat im Beisein von rund 80 geladenen Gästen, darunter Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Industrie sowie die Belegschaft des Standortes Berlin-Adlershof, den Grundstein für die Erweiterung der Halbleiterlaserproduktion gelegt. "Deutschland ist und bleibt Standort für Hightech-Produktion, auch wenn wir aktuell im Konzern die Internationalisierung in Asien und Nordamerika stark vorantreiben", so Jenoptik-Chef Dr. Michael Mertin anlässlich der Grundsteinlegung. Er betonte die Notwendigkeit von Investitionen vor allem im technologieintensiven Bereich. "Unsere hiesige Industrie versteht es, sich als Hightech- Ausrüster der Welt zu positionieren", so Michael Mertin.

Die bestehende Produktion in Berlin hat die Kapazitätsgrenzen erreicht und wird aufgrund der hohen Kundenzufriedenheit und stark anziehenden Nachfrage, insbesondere aus Asien, für künftige Projekte sowie für die voranschreitende Internationalisierung der Sparte Laser & Materialbearbeitung erweitert. Mit dem Neubau werden sich die Produktionskapazitäten mehr als verdoppeln. So erhöht sich die Bruttogeschossfläche durch den Erweiterungsbau um rund 1.400 qm auf dann rund 3.400 qm. Die Produktionsfläche inklusive Reinraumfläche vergrößert sich von insgesamt 540 qm auf 930 qm und soll ab 2013 für die Produktion zur Verfügung stehen. Die Fertigung wird mit modernster Produktionstechnik ausgestattet und automatisiert. In einem für die Halbleiterfertigung typischen Prozess werden Gallium-Arsenid-Wafer (GaAs) zu Hochleistungs- Laserbarren strukturiert und weiterverarbeitet. Die verschiedenen Arbeitsbereiche werden mit Reinraumklassen zwischen 100 und 1.000 Partikel je Kubikmeter ausgestattet - je nach Anforderungen des Prozess-Schrittes. In den Reinräumen wird die komplette Prozesslinie, also Epitaxie, Waferprozessierung und Facettenbeschichtung zur Herstellung von GaAs Bauelementen installiert sein. Insgesamt fließen in den Erweiterungsbau rund 10 Mio Euro. Die Finanzierung des Gebäudes erfolgt durch die Vorsorgekasse Hoesch Dortmund, die Innenausstattung (inkl. Reinräume) sowie die Produktionsausstattung kommen von Jenoptik. Inklusive der bestehenden Fertigung summiert sich die Investitionssumme am Standort Berlin-Adlershof auf dann insgesamt rund 24 Mio Euro.

Anzeige

Die Laserbarren aus der Produktion in Berlin-Adlershof werden an Kunden weltweit geliefert und bei Jenoptik in Jena zu Hochleistungs-Diodenlasern weiterverarbeitet. Hier zählt das Unternehmen zu den führenden Anbietern und ist weltweit anerkannter Qualitätsführer. Der Konzern verfügt in der Sparte Laser & Materialbearbeitung über die gesamte Technologiekette - von der Herstellung von Hochleistungs-Diodenlasern, der energieeffizientesten aller Laserarten, bis hin zu Laseranlagen für die Materialbearbeitung. Seit 2006 ist Jenoptik in Berlin-Adlershof mit einer eigenen Fertigung präsent. Das optoelektronische Grundmaterial und seine effiziente Fertigung entwickelt Jenoptik in enger Zusammenarbeit mit dem dort beheimateten Ferdinand-Braun-Institut, Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik (FBH). lg

  • Xing Icon
  • LinkedIn Icon
Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Editorial

Europawahl FSK 16

Eine gute Nachricht: In den vergangenen 20 Jahren ist in Deutschland die Wahlbeteiligung bei Europawahlen kontinuierlich gestiegen – von 43,0 % auf zuletzt knapp 64,8 %. Ich mag die Idee, auch jungen Menschen ab 16 eine politische Beteiligung in...

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Editorial 01-02/2024

Projekt Demokratie

Viele Menschen gehen dieser Tage auf die Straße, weil sie rechten Hass und Populismus leid sind. Auch die Industrie ist sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst. „Die Transformation als Jahrhundertprojekt“ ist der Titel eines Papiers, das...

mehr...
Jetzt Newsletter abonnieren