Hebeanlagenverkabelung
Synchroner Lauf
Bei Hebeanlagen besteht durch die Bewegung der Hebestempel grundsätzlich die Gefahr, dass Kabelverbindungen abgequetscht oder anderweitig beschädigt werden. Deshalb werden Funkstrecken als Teile von Feldbus-Kommunikationssystemen wie CAN oder Profibus in der Schwerlast-Hebetechnik erfolgreich eingesetzt.
Hebeeinrichtungen, die räumlich ausgedehnte Lasten in Fertigungshallen oder Containerlagern bewegen oder die große Fahrzeuge wie Lokomotiven oder ganze Züge zu Wartungszwecken anheben, sind mit synchronen Antriebe für die Hebestempel ausgerüstet. Dabei setzt man auf das Konzept der verteilten Steuerungen, welche die Bewegung der Hebestempel mit hoher Taktfrequenz synchronisieren. Zur Kommunikation zwischen den Steuerungen werden je nach Projektgegebenheiten Feldbusse eingesetzt, die für einige Abschnitte über Funkstrecken realisiert werden. Die dafür verwendeten Funkmodule müssen für die Übertragung des jeweiligen Feldbusprotokolls geeignet und äußerst betriebssicher sein – vor allem auch dann, wenn durch transportierte Lasten der direkte Sichtkontakt zwischen den verteilten Steuerungen behindert wird. Die Dataeagle-Geräte von Schildknecht, die in Hebeeinrichtungen häufig eingesetzt werden, bieten neben ihrer technischen Qualität den Vorteil einer breiten Auswahl an Bus- und Funktechnologien. Bevorzugt wird Bluetooth bei 2,4 GHz mit Frequenzspreizung (Frequency Hopping) verwendet, da sich diese Technologie im Vergleich zu anderen als besonders störsicher erwiesen hat. Über die Funkstrecken werden alle zehn Millisekunden Daten transparent, das heißt ohne jede Datenreduktion, von einem „Master“-Stempel an die zugeordneten „Slave“-Stempel der Hebeeinrichtung übertragen, wodurch deren aktuelle Positionen laufend bidirektional ausgetauscht und überwacht werden. Diese Funktion ermöglicht einen synchronen Lauf der Hebestempel und verhindert Lastverschiebungen, welche früher häufig zu Störungen geführt haben.
bw
Halle 8, Stand D35








