Greifer schont den Rücken:

FIPA greift die dicken Brocken

FIPA hat für AUMA Riester einen Greifer entwickelt, der die Ergonomie am Arbeitsplatz deutlich verbessert. Der Greifer erleichtert das Handling von Elektromotoren, verkürzt die Taktzeit und bietet eine hohe Prozess-Sicherheit.

Bis zu 33 Kilogramm wiegen die Antriebe, die FIPA für AUMA greift.

Seit über 45 Jahren entwickelt und fertigt AUMA elektrische Stellantriebe und Armaturengetriebe. Das Unternehmen legt Wert auf Ergonomie am Arbeitsplatz. Gesucht war eine Lösung für das Entnehmen von angelieferten Elektromotorgehäusen aus den Kartonagen. Die rund 33 Kilogramm schweren Teile wurden früher mit teils einfachen Hilfsmitteln wie Bandschlingen und Bändern unsicher entnommen und nach der Montage des Rotors in einer Versandkartonage abgelegt.

In Zusammenarbeit mit dem Unternehmen hat FIPA einen Greifer entwickelt. Er besteht im Wesentlichen aus zwei pneumatisch verfahrbaren Halbschalen und vier Stößeln zum Einfahren in die Bohrungen des Motorgehäuses. Jeder Stößel ist vorne mit einer horizontal verlaufenden Aufsetzfläche versehen, auf der der Motor während des Handlings ruht.

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Drehbar aufgehängt an einem Schwenkauslegerkran bringt der Bediener den Greifer in die richtige Position über dem Motor. Per Knopfdruck fahren die beiden Halbschalen mittels Druckluft nach außen, so dass sich die Stößel oberhalb der Bohrungen befinden. Die letzten Feinheiten beim Ausrichten auf die Bohrungen erfolgt mit einem Griff am Greifer.

Sobald der Greifer mit seinen vier Stößeln auf die Bohrungen des Motorgehäuses ausgerichtet ist, senkt der Bediener den Greifer mit dem Auslegerkran nach unten, bis der Greifer plan auf dem Motorgehäuse aufsitzt und die Stößel in die Bohrungen eingefahren sind.

Daraufhin drückt der Bediener den Knopf am Greifer und die Lineareinheit fährt nach innen - der Motor wird fest eingespannt. Durch die Kombination aus Kraft- und Formschluss wird der Motor sicher vom Greifer gehalten und kann schnell an die gewünschte Position in der Versandkartonage verfahren und dort abgesetzt werden. Durch Federn werden die beiden Halbschalen mit den Stößeln sicher in ihrer ursprünglichen Position gehalten. Damit ist gewährleistet, dass der Motor selbst bei einem Druckluftausfall sicher gehalten wird.

Eine Automatisierung des Ausrichtvorgangs ist aufgrund des hohen Aufwands unwirtschaftlich. Neben einem Bildverarbeitungssystem sind zusätzliche Linear- und Drehachsen sowie eine komplexe Steuerung erforderlich. bw

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