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GKD: Auf Wachstum programmiert

Das Unternehmen GKD - Gebr. Kufferath konnte seinen Konzernumsatz um 12 Prozent auf 76 Millionen Euro steigern. Zufrieden blickt Vorstand Dr. Stephan Kufferath auf die Geschäftsentwicklung im Jahr 2011 zurück. Mit Investitionen in Höhe von 10,5 Millionen Euro hat das Unternehmen nun die Weichen für weiteres Wachstum gestellt.

Die mittelständische, nicht börsennotierte Aktiengesellschaft ist Hersteller gewebebasierter Medien und Systemlösungen für ein breites Anwendungsspektrum. In den beiden Unternehmenssparten - World Wide Weave (technische Gewebe) und Capital Equipment (Filter- und Anlagenbau) - konnten von den vier eigenständig geführten Geschäftsbereichen alle bis auf einen ihren Umsatz steigern. Die leicht verbesserte Ertragslage fiel mit 8 Prozent EBIT und 13 Prozent EBITDA zufriedenstellend aus. Zum Stichtag beschäftigte GKD 591 Mitarbeiter weltweit, darunter 24 Auszubildende. In der Dürener Firmenzentrale arbeiteten unverändert 388 Mitarbeiter.

Sechs Prozent trugen die neuen Produktionslinien für das Sonnenschutzgewebe Licorne in Frankreich und die Polyurethan-Siebböden Leomega in Südafrika zur Steigerung des Konzernumsatzes bei. Der Umsatz der GKD AG stieg um 5 Prozent. Der Geschäftsbereich Solid Weave (Sieb- und Filtertechnologie) musste durch Besonderheiten im Vorjahresvergleich einen Rückgang um 19 Prozent hinnehmen. Der Bereich Weave in Motion (Prozessbandtechnologie) setzte seinen Wachstumskurs mit 11 Prozent fort. Mit 63 Prozent Steigerung verbuchte der Geschäftsbereich Creative Weave (Architektur und Design) das mit Abstand größte Wachstum in der Gruppe. Ausschlaggebend waren hierfür die transparenten Medienfassadensysteme Mediamesh. Das Stammgeschäft im Bereich Architektur blieb stabil.

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In der Länderbetrachtung entwickelte sich GKD USA mit 30 Prozent Wachstum besonders erfreulich. Haupttreiber waren auch hier Medienfassaden. GKD Buismet (PTY) in Südafrika und GKD Beijing Ind. Technologies, China, waren projektbezogen leicht rückläufig. Dem englischen Tochterunternehmen, GKD UK, gelang nach einem schwachen Vorjahr ein starker Wiederanstieg.

Mit Investitionen in bislang unerreichter Höhe von 10,5 Millionen Euro stellte GKD die Weichen für den weiteren Unternehmenserfolg in einem zunehmend herausfordernden Marktumfeld. So entstanden am Hauptsitz in Düren neue Fabrikhallen, Maschinen und Anlagen für die Herstellung neuer und weiterentwickelter Produkte für technisch anspruchsvolle Wachstumsmärkte. "Diese Maßnahme ist Teil der übergeordneten Innovationsstrategie und verdeutlicht die konsequente Weiterentwicklung vom Gewebehersteller zum Anbieter maßgeschneiderter, komplexer Lösungen und industrieller Dienstleistungen," so Ingo Kufferath, ebenfalls GKD-Vorstand.

Für das laufende Geschäftsjahr plant GKD ein Umsatzwachstum von 15 Prozent. Die größten Beiträge erbringen voraussichtlich die Bereiche für Architektur und Filtertechnologie. Signifikantes Wachstum im Ölgeschäft und als Automobilzulieferer erwartet der Geschäftsbereich Solid Weave. Einen weiteren Schwerpunkt werden in diesem Bereich Lösungen zur Nahrungsmittelaufbereitung bilden. Der Geschäftsbereich Weave in Motion hat mit der im Rahmen des Investitionsprogramms in Betrieb genommenen neuen Thermofixieranlage die Basis für Umsatzsteigerungen im Bereich Prozessbänder aus Kunststoffgewebe gelegt. Spezialanwendungen aus neuen Werkstoffen oder beschichtete Metallgewebebänder versprechen zusätzlichen Auftrieb in der Umsatzentwicklung. Im Bereich Creative Weave stehen Systemlösungen ganz oben auf der Agenda. Akustikdecken, Sonnenschutzsysteme, Medienfassaden, energetische Gebäudeoptimierung und Brüstungen sind hier die Schwerpunktthemen. Als vielversprechend wertet GKD im Geschäft mit Medienfassaden auch die erfolgte Einführung der dritten Generation von Leuchtdioden, die bei günstigeren Preisen erheblich höhere Brillanz bieten.

International setzt GKD die erfolgreiche Strategie der Marktnähe fort. In Spanien wurde die bisherige Minderheitsbeteiligung an der Finsa Arquitectura S.L., Barcelona, durch Übernahme sämtlicher Anteile in ein hundertprozentiges Tochterunternehmen verwandelt. Zurzeit erfolgt dort eine Umstrukturierung, um Finsa auf die veränderten Marktbedingungen in Spanien optimal auszurichten. Das chinesische Tochterunternehmen, GKD Beijing, bezieht im laufenden Geschäftsjahr neue Produktionsstätten und trägt damit dem gestiegenen Raumbedarf Rechnung. GKD Buismet in Südafrika baut das Geschäft mit der im abgelaufenen Geschäftsjahr zugekauften und in die eigenen Fertigungsstätten integrierten Produktlinie Leomega aus. Seit dem 1. April 2012 ist GKD auch in Indien mit einer eigenen Produktionsstätte vertreten. GKD India Ltd. hat in Jaipur den Betrieb für alle vier Geschäftsbereiche aufgenommen. Zum 1. September 2012 nimmt als weiteres Tochterunternehmen GKD LatAm S.A. den Geschäftsbetrieb als Produktionsstätte für alle Geschäftsbereiche in Santiago de Chile auf. kf

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