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GDA: erwartet stabile Aluminiumnachfrage im 1. Halbjahr 2011
Die deutsche Aluminiumindustrie zeigte sich im Jahr 2010 äußerst dynamisch und befindet sich in einer stabilen Aufschwungsphase. "In den ersten neun Monaten 2010 setzte sich der seit Mitte 2009 immer stärker werdende Aufwärtstrend fort, sodass die Erwartungen der Industrie im Laufe des Jahres 2010 zum Teil deutlich übertroffen wurden", sagte Friedrich W. Brökelmann, Präsident des GDA Gesamtverband der Aluminiumindustrie e.V., Düsseldorf, auf einem aktuellen Pressegespräch. Die Binnennachfrage habe sich stabilisiert, die Auslandsnachfrage entwickelte sich ebenfalls fest. In einigen Bereichen der Aluminiumverarbeitung werde möglicherweise schon in diesem Jahr wieder das Vorkrisenniveau erreicht. Auch für das erste Halbjahr 2011 erwartet die Branche einen guten Konjunkturverlauf. Getragen wird die verbesserte Aluminiumkonjunktur durch die konjunkturelle Erholung der heimischen Automobilhersteller und der Investitionsgüterindustrie. Hinzu kommt die stabile Geschäftsentwicklung der Bauwirtschaft und die Belebung des privaten Konsums. Auch die boomende Solarindustrie hat der Branche zu einer verbesserten Auslastung verholfen.
Nach dem Krisenjahr 2009, in dem fast alle Aluminium produzierenden sowie ver- und bearbeitenden Unternehmen von der Finanz- und Wirtschaftskrise stark betroffen waren, hatte kaum jemand erwartet, dass die deutsche Aluminiumindustrie bereits im ersten Halbjahr 2010 wieder deutlich an Schwung gewinnen würde. Der Aufwärtstrend hielt im 2. Halbjahr an und das Auftragsniveau bei Strangpressern, Walzern und Gießereien erreichte teilweise Rekordmarken. Insgesamt hat sich das Expansionstempo der deutschen Aluminiumindustrie zu Ende des Jahres etwas verlangsamt, was auf eine Stabilisierung der Mengenentwicklung in den nächsten Monaten hindeutet. "Die hohe Auslastung der Kapazitäten und die guten Auftragseingänge verheißen den meisten Unternehmen der deutschen Aluminiumindustrie aber bereits jetzt schon bis weit ins 2. Quartal 2011 gute konjunkturelle Perspektiven", blickte Oliver Bell, stellvertretender Vorsitzende des GDA-Fachverbands Aluminiumhalbzeug, hoffnungsvoll in die Zukunft. Insgesamt werde die Dynamik wohl etwas an Schwung verlieren, zumal das Konjunkturprogramm II auslaufe und die staatliche Solarförderung gekürzt werde. Die Geschäftserwartungen der Aluminium-Unternehmen verbessern sich aber weiter, wenngleich mit vermindertem Tempo. Wegen der bislang kaum in Gang gekommenen Konjunktur in den USA und Teilen Europas sowie der hohen Staatsverschuldungen mische sich in den allge-meinen Konjunkturoptimismus hier und da ein Schuss Unsicherheit. Die deutsche Aluminiumindustrie starte jedoch unter günstigen konjunkturellen Perspektiven mit großer Zuversicht in das neue Jahrzehnt, ergänzte GDA-Präsident Friedrich W. Brökelmann.
Insgesamt sind die Prognosen für den Werkstoff Aluminium auch weiterhin optimistisch. Der weltweite Verbrauch von Aluminium wird in den nächsten 10 bis 15 Jahren weiter anziehen. Die steigende Nachfrage aus den asiatischen Märkten sowie den wichtigen Anwendungsmärkten Automotive, Ma-schinenbau, Bau, Verpackung oder Solar wird dem leichten Werkstoff zu weiterem Wachstum verhelfen.
Die Bedeutung von Aluminium hat in den vergangenen Jahren ständig zugenommen. Zwar ist der Gesamtbedarf in Deutschland im Krisenjahr 2009 um 19,4 % auf rund 2,72 Millionen Tonnen gesunken (2008: ca. 3,38 Milli-onen Tonnen), in diesem Jahr wird der Bedarf voraussichtlich nahe an das hohe Niveau von 2008 heranreichen. Wichtigster Zielmarkt für die deutsche Aluminiumindustrie ist der Verkehrssektor mit 37 % Marktanteil am Ge-samtabsatz. Weitere Hauptmärkte sind der Bausektor (18 %) sowie die Verpackungsindustrie (12 %) und der Maschinenbau (12 %). Insgesamt beschäftigt die Branche rund 73.000 Mitarbeiter, die 2009 in Deutschland einen Umsatz in Höhe von rund 10,1 Milliarden Euro erzielten. Für 2010 erwartet der GDA eine deutliche Verbesserung des Branchenumsatzes. "Es gibt viele Gründe dafür, dass unsere Industrie die Krise zügig gemeis-tert und im Weltmarkt ihre Wettbewerbsfähigkeit noch gesteigert hat. Unsere Unternehmen zeichnen sich durch ein hohes Maß an Flexibilität, Kreativität und hohes Innovationspotenzial aus", erläuterte GDA-Geschäftsführer Christian Wellner. Deshalb werde der Aluminium-Verbrauch in Deutschland weiterhin kontinuierlich wachsen, so Wellner zu den mittelfristigen Perspektiven der Branche. Stärkster Wachstumsträger werde weiterhin die Autoindustrie sein. Hier kommen die spezifischen Eigenschaften des Leichtmetalls voll zum Tragen. Weitere Zuwächse seien in der Luftfahrt, bei Schienenfahrzeugen, im Schiffbau und im Verpackungsmarkt zu erwarten.









